+
Gruppenbild in München: Die Akteure des mittelhessischen Gemeinschaftsstands bei der Expo Real.

Bilanz

Unternehmen und Politiker aus der Region zufrieden mit Fachmesse Expo Real

Die Bilanz des Mittelhessen-Standes auf der Expo Real aus Limburg-Weilburger Sicht fällt positiv aus. Die vertretenen Unternehmen formulieren dabei aber auch klare Forderungen.

„Arbeit, für die man normalerweise drei Monate braucht, schaffen wir auf dieser Messe in drei Tagen.“ Die Bilanz, die Dirg Parhofer, Geschäftsführer der Limburger Amadeus Group als einer der 26 Mitaussteller beim mittelhessischen Gemeinschaftsstand auf der Expo Real in München zieht, ist deutlich: „Wir fühlen uns mit jedem Jahr wohler und haben gute Geschäfte gemacht.“ Mit insgesamt 35 Standpartnern und Sponsoren war der Mittelhessen-Stand in öffentlich-privater Partnerschaft von Montag bis Mittwoch auf der wichtigsten Fachmesse für Immobilien und Investitionen vertreten, und das zum 14. Mal.

Zum letzten Mal dabei war Manfred Michel (CDU). Der scheidende Landrat, als Architekt selbst vom Fach, erklärt, warum der Landkreis mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft vertreten ist: „Wir sind hier nicht wegen der Immobilien, sondern weil die Leute, die sich damit beschäftigen, alle vor Ort sind. Das heißt: Man kann sehr schnell Verantwortliche bekommen, um etwas zu besprechen und zu planen.“ Bestimmendes Thema war erneut der Wohnraum,

Michel sagt: „Ich glaube, die Kommunen müssen wieder eigenständig mit dafür sorgen, dass es bezahlbaren Wohnraum gibt.“ Aus diesem Grund fördere der Landkreis Bauvorhaben. „Die Summe für dieses Jahr ist schon weg.“ Er selbst habe den Stand mit der Möglichkeit, Termine zu machen, intensiv genutzt und finde es schade, dass es dieses Jahr das letzte Mal sei.

Klaus Rohletter, Geschäftsführer der Bauunternehmung Albert Weil AG, fordert bei Bauprojekten von den Kommunen ein klares Bekenntnis zur Entwicklung ihrer Infrastruktur: „Wir müssen die Bürger da mitnehmen, dann akzeptiert die Bevölkerung auch, dass Entwicklungen entstehen.“ Ortsumgehungen zum Beispiel zögen auch Gewerbe nach sich.

Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, die für die Organisation des Gemeinschaftsstandes verantwortlich ist, bilanziert: „Es ist hocherfreulich zu sehen, wie der Teamgeist der mittelhessischen Akteure auf dem Stand von Jahr zu Jahr wächst. Die Expo Real ist der Ort, wo konkrete Projekte und Ideen besprochen werden, Konflikte gelöst und innovative Konzepte gesponnen werden. Die Wirkungskette kennenlernen, Vertrauen aufbauen, gemeinsam umsetzen funktioniert.“ Oft sei dann das eine Gespräch unter vielen das entscheidende Zünglein an der Waage.

Davon gab es einige – so das Feedback der Partner. Ihle wagt einen Ausblick: „Wir stellen fest, dass die Branche und auch unsere Akteure am Anschlag agieren. Dabei werden die Knappheit an geeigneten Flächen und Fachkräften und die gestiegenen Kostenstrukturen zunehmend zum Engpass und wirken sich auf die Renditen aus.“ Ein sehr wichtiges politisches Thema sei und bleibe der bezahlbare Wohnraum. In Deutschland werden 2018 19 Milliarden Euro im Wohnungsbau investiert, aber die Knappheit in den wachsenden Städten ist nach wie vor Thema. „Als Regionalmanagement arbeiten wir daran, Plattformen anzubieten, um gemeinschaftlich Probleme regional zu lösen.“

(og)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare