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Vogelsberg: Greifvogel "Punky" ist bei Flugshow in Feldatal ausgebüxt. Nach langer Suche ist er wieder aufgetaucht. 

Nach langer Suche

Ausgebüxter Greifvogel: "Punky" ist zurück - Landwirt gab entscheidenden Hinweis

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Bei einer Flugshow der Greifvogelwarte Feldatal in Mittelhessen (Vogelsbergkreis) ist ein Schopfkarakara entflogen. Nach langer Suche, wurde "Punky" nun gefunden. 

Update vom Donnerstag, 24.10.2019, 09.01 Uhr: Gute Nachrichten aus Feldatal im Vogelsberg. Der ausgebüxte Schopfkarakara "Punky" ist wieder da. Der entscheiden Hinweis kam von einem Rinder-Landwirt aus Stumpertenrod (Ortsteil der Gemeinde Feldatal). 

Nachdem er den Greifvogel auf seiner Weide entdeckt hatte, rief er direkt bei Michael Simon, dem Besitzer der Greifvogelwarte Feldatal, an. Simon ist nach dem Anruf sofort zum Hof des Landwirts gefahren, wie er in einem Facebook-Video sagt. "Punky ist auch gleich zu mir geflogen." In dem Video ist auch "Punky" zu sehen, der mit roter Gesichtsfarbe auf dem Arm von Simon sitzt.  

"Danke an alle Personen, Medien und natürlich den beiden Landwirten in Stumpertenrod, die gleich angerufen haben! Er war die ganze Zeit gelb, aber das Handyinterview fand er am Anfang ein bisschen doof", schreibt Simon zum Video. 

Greifvogel bei Flugshow in Feldatal entwischt - Erste Hinweise

Update vom 23.10.2019, 10.41 Uhr: Von dem Schopfkarakara "Punky" fehlt weiterhin jede Spur. Keine neuen Hinweise sind bei der Greifvogelwarte Feldatal im Vogelsbergkreis eingegangen. "Wir müssen nun abwarten", sagt Leiter Michael Simon.

Mit Rufen und anderen akustischen Signalen, versucht er immer mal wieder den Greifvogel anzulocken. Mit dem Auto hat er ebenfalls schon einige Ecken und Stellen im Umkreis abgesucht. Dass ein Greifvogel bei einer Flugshow ausbüxt, ist laut ihm nichts Ungewöhnliches. 

"Es gibt immer mal wieder Pappnasen, die das mal machen", sagt er. Bei Schopfkarakara "Punky" hätte er es jedoch nicht erwartet. "Sowas hat Punky die letzten sieben Jahre nicht gemacht."

Greifvogel bei Flugshow in Feldatal entwischt - Erste Hinweise

Update vom 22.10.2019, 13.14 Uhr: Noch immer ist Schopfkarakara "Punky" nicht nach Hause in die Greifvogelwarte Feldatal im Vogelsbergkreis zurückgekommen. Am vergangenen Samstag büxte er dort bei einer Flugshow aus. Einige Hinweise sind jedoch schon eingegangen.

Wie der Besitzer der Warte in Feldatal, Michael Simon, auf Anfrage berichtete, haben sich am Dienstagmorgen zwei Anwohner aus dem Vogelsbergkreis gemeldet. Sie haben das Tier etwa fünf bis sechs Kilometer von der Warte entfernt gesehen. "Die konnten ihn sehr gut beschreiben", sagt Simon.

Vogelsbergkreis: Greifvogel in Feldatal unterwegs - Vorsicht vor Wildtier

Zwar wurde "Punky" durch diese Sichtungen noch nicht gefunden - er befindet sich jedoch in der Nähe, wie man jetzt weiß. Simon weist weiter darauf hin, sich dem Greifvogel nicht selbst zu nähern. "Der setzt sich einem auch mal gerne auf den Kopf", sagt er.

Scheu vor Menschen, hat der Vogel also nicht. "Er ist aber auch nicht so zahm wie ein Hund. Er bleibt ein Wildtier." Dass ein Greifvogel bei einer Show in Feldatal flüchtet, kommt laut Simon öfter mal vor. Die Tiere blieben jedoch meist nicht länger als eine Nacht weg. 

Feldatal: "Punky" macht Vogelsberg unsicher - Gefährlicher Ausflug

Für "Punky" kann der Ausflug durchaus gefährlich werden. "Straßenverkehr und Windkraftanlagen, das kennt er nicht", sagt Simon. Außerdem könnte er von einem Uhu geschnappt werden, die um einiges größer sind als der Schopfkarakara.

Feldatal Vogelsberg: Greifvogel bei Flugshow entflogen - Große Suche

Erstmeldung vom 21.10.2019: Feldatal - Den Bewohnern des Vogelbergkreises könnte derzeit ein recht auffälliges und besonderes Tier am Himmel oder in den Bäumen auffallen. Wer einen großen falkenartigen Vogel mit dunkelbraunen Federn, schwarzem Scheitel, weißem Kopf und gelben Schnabel sieht, kann sich sicher sein, dass es sich um den ausgebüxten Schopfkarakara mit dem Namen "Punky" aus dem mittelhessischen Feldatal handelt. 

Der Greifvogel ist am vergangenen Samstag bei einer Vorführung aus der Greifvogelwarte Feldatal im gleichnamigen Ort in Hessen entflohen. Dort werden regelmäßig Falken, Bussarde, Geier und vieles mehr gezeigt und danach eigentlich wieder in ihre Käfige gebracht. Diesmal ging es jedoch leider anders aus. 

Vogelsberg: Greifvogel ausgebüxt - Warte bittet um Hilfe bei Suche

Damit "Punky" möglichst schnell gefunden wird, bitten die Mitarbeiter der Grefvogelwarte Feldatal im Vogelsbergkreis nun um die Mithilfe der Bevölkerung. Sie warnen jedoch eindringlich davor, sich dem Vogel selbst zu nähern. Es handelt sich nämlich immer noch um ein Wildtier. 

Wer den Schopfkarakara sieht oder einen Hinweis geben kann, soll sich stattdessen lieber direkt bei der Warte melden, heißt es auf Facebook. Die Experten sind unter der Telefonnummer 0 66 379183436 erreichbar. 

Greifvogel aus Warte in Feldatal geflüchtet - Information zum Aussehen

Außerdem gibt es von den Mitarbeitern noch einen recht nützlichen Hinweis. Denn das Aussehen des Vogels könnte sich je nach Gemütslage des Tiers verändern. Wie in dem Post geschrieben wird, kann seine Gesichtsfarbe auch rot und nicht gelb sein. "Bei Unsicherheit und schlechter Laune ist das so", heißt es in dem Facebook-Post. Darunter sind schon die ersten Hinweise eingegangen. Ein Nutzer hat den Vogel in Richtung Hainbach fliegen sehen.

Der Greifvogel "Punky" ist ein sogenannter Schopfkarakar. Die Tiere stammen aus dem mittleren und südlichen Südamerika. Sie können zwischen 54 und 66 Zentimeter lang werden und erreicht eine Flügelspannweite von 108 bis 144 cm. 

svw

Ein anderes Wildtier sorgte Ulrichstein im Vogelsberg für Aufregung. Dort findet ein Landwirt zunächst ein totes Kalb. Aus dem Hals wurde ein ganzes Stück herausgebissen. Schnell fällt der Verdacht auf einen Jungwolf, der in der Gegend beobachtet wurde.

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