Großkreisel

Bis Weihnachten soll Teil des Großprojekts fertig sein

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Der Bau eines weiteren Großkreisels auf der Homburger Landstraße ist mit erheblichen Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer und Passanten verbunden. Aber die Geburtswehen sind demnächst überstanden, zumindest für die erste Phase des Projekts.

Der wichtigste Teil des Bauwerks ist allenfalls auf den zweiten Blick zu erkennen. Feststellbar an einem knappen Dutzend rostbrauner Eisenstäbe, die in halbrunder Formation aus dem grauen Schotter herausragen sowie einer Vertiefung unterhalb der verbliebenen Fahrbahn der Homburger Landstraße. Was hier angedeutet wird, soll einmal der Innenkreis des neuen Kreisels an einer der verkehrstechnisch sensibelsten Stellen Friedrichsdorf sein. Sensibel deshalb, weil hier nicht nur Durchgangsverkehr rollt, sondern weil die Kreuzung auch als Verbindung zum Landgrafenplatz und damit in die Innenstadt dient.

„So langsam sieht man was“, zeigt sich Christoph Heinze vom Garten- und Tiefbauamt der Stadt dennoch zufrieden über den Gang der Arbeiten. Recht hat er, denn seitdem im August der Startschuss fiel, hat sich in der Tat einiges getan. Vorausschicken muss man, dass der Kreisel, der mal einen Außendurchmesser von 30 Meter haben soll, in zwei Etappen gebaut wird.

Dazu wurden zunächst im südlichen Teil Kabel und Wasserleitungen verlegt, auch die Kanalarbeiten sind erledigt, Verkehrsinseln sind angelegt, die Bordsteine für den Fußgängerweg gesetzt. Dieser wird derzeit auf einer Seite der unteren Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße asphaltiert. Danach ist das gegenüberliegende Trottoir an der Reihe. Die Fußgängerampel wird versetzt.

„Wir liegen ganz gut in der Zeit“, sagt Heinze. Bis Weihnachten seien die Arbeiten hier unten über die Bühne. Danach ist erst einmal Winterpause, bevor es 2019 an den nördlichen Teil des Kreisels geht.

In dieser Zeit können auch die Autofahrer auf der Bad Homburger Landstraße aufatmen. Die Ampel zu beiden Seiten der Strecke wird nämlich vorübergehend ausgeschaltet. Außerdem wird es möglich sein, von Richtung Landgrafenplatz kommend, nach rechts in die Homburger Landstraße abzubiegen. Und es gibt in Höhe des Norma Supermarkts eine provisorische Ausfahrt nach links in die Homburger Landstraße.

Sobald es das Wetter im neuen Jahr zulässt, wird dann die nördliche Hälfte des Kreisels in Angriff genommen. Dazu wird die Zufahrt der oberen Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße in die Homburger Landstraße dichtgemacht. Von dieser konnte man im Winter noch rechts in die Homburger Landstraße abbiegen. Dort verläuft der Verkehr in einem Schlenker und wird wieder per Ampel gesteuert. Mitte 2019 soll nach Plan alles fertig sein und die Verkehrssituation entspannen.

Aber Friedrichsdorf hat sich bekanntlich quasi zu einer Art „Kreiselsaal“ des Hochtaunus entwickelt mit ständig neuen Geburten. Zum Beispiel bei der Ökosiedlung. Schätzungsweise im Frühjahr 2019 könne es dort beginnen, sagt Christoph Heinze. Dafür sei der Investor der Ökosiedlung zuständig.

Ein weiterer Kreisverkehr ist beim Wertstoffhof respektive dem dort gerade entstehenden Gewerbegebiet Richtung Burgholzhausen vorgesehen.

Was aber ist mit der Gestaltung des jetzt entstehenden Kreisels? „Da ist noch nichts bekannt“, sagt Christoph Heinze.

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