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Der Friseur-Nachwuchs erhielt in der Adolf-Reichwein-Schule die Gesellenbriefe.

Gesellenbrief

Wenn Mama die Tochter zur Friseurin ausbildet

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21 junge Frauen und Männer der Friseur-Innung im Landkreis haben ihre Gesellenbriefe bekommen. Bester Prüfling war Cinzia Saquella, die im Salon ihrer Mutter, Obermeisterin Marion Saquella, in Elz gelernt hat.

21 Friseurinnen und Friseure haben bei der Freisprechungsfeier ihrer Innung in der Limburger Adolf-Reichwein-Schule ihre Gesellenbriefe erhalten. Die beste Abschlussnote hat die 19-jährige Cinzia Saquella aus Elz; sie lernte im Salon ihrer Mutter Marion in Elz.

Nach Cinzias Angaben war es ihre freie Entscheidung, die Friseur-Ausbildung zu starten und die Ausbildung auch noch im Betrieb ihrer Mutter zu absolvieren. „Das gab mir Sicherheit“, sagt sie. Andere Auszubildende mussten während der dreijährigen Ausbildung den Lehrbetrieb ein bis zwei Mal wechseln. Ihre Mutter, Obermeisterin Marion Saquella, verriet, sie habe einige Bedenken gehabt, die eigene Tochter auszubilden. Doch das habe reibungslos funktioniert.

Warum Cinzia Saquella gerne Friseurin ist? „Ich kann den Typ anderer Menschen völlig verändern“, sagte sie. Sie plant, bei den Deutschen Meisterschaften der Friseure teilzunehmen und 2019 mit dem Meisterkurs zu beginnen.

Zweitbeste Junggesellin war Helena Schmidt aus Elsoff, die bei Akcakaya Ufuk in Limburg lernte und auch dafür geehrt wurde, dass sie von allen Prüflingen an der Reichwein-Schule das beste Schulzeugnis hatte. Drittbeste Auszubildende ist Jaqueline Alves Trindade, die ebenfalls im Salon ihrer Mutter Sabine Trindade in Mengerskirchen die Ausbildung absolvierte.

Mit dem Gesellenbrief hätten die Prüflinge für ihren weiteren beruflichen Werdegang eine sehr wichtige Hürde mit Bravour genommen, sagte Obermeisterin Saquella. Dieser zeige, dass sie die Fähigkeit besäßen, gute handwerkliche Arbeit zu leisten. „Noch immer ist Bildung und Ausbildung die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“, sagte die Elzerin. Wer den Gesellenbrief habe, dürfe sich aber in Zukunft nicht darauf ausruhen, denn der Beruf sei einem ständigen Wandel unterworfen und Wissen von heute höchstens drei Jahre aktuell. Sie ging aber auch auf die negativen Seiten des Friseurgewerbes ein, auf die harte Konkurrenz. Auch in Limburg gebe es ein Überangebot an Friseuren, die teilweise noch zu Kampfpreisen von zehn Euro Haarschnitte anbieten. Saquella sagte, für sie bleibe der Friseur trotzdem ein Traumberuf.

Die Prüfungsausschussvorsitzende Anja Tengler freut sich, dass von 27 Schülern in ihrer Klasse, die die Ausbildung begonnen hätten, nur vier aufgegeben hätten. Die 23 erzielten hervorragende Ergebnisse bei den praktischen Prüfungen.

Ihre Ausbildung zur Friseurin und zum Friseur ebenfalls bestanden haben: Beyza Kayali (Selters), Chantal Kügler (Hünstetten), Lea Heimann (Selters), Nick Huch (Salz), Luisa Karle (Merenberg), Michelle Kopfmann (Weilmünster), Johanna Kühnemann (Balduinstein), Jacinta Marques-Oliveira (Mengerskirchen), Patrick Michel (Weinbach), Arbresha Mustafa (Limburg), Ayfer Nergiz (Diez), Anthony Oertelt (Dornburg), Merve Öztürk (Weilmünster), Jessica Schardt (Dreikirchen), Nataliya Valter, Sarah Weihmann, Michelle Weimer sowie Valbona Zejneli (alle Limburg).

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