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20 000 Bäume gepflanzt

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Schotten (sw). Man muss nicht einmal mit einem besonders wachem Auge durch die Vogelsberger Natur fahren, um die enormen Schäden zu erkennen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Die trockenen Sommer - mit Ausnahme des vergangenen Jahres - und in der Folge die massenhafte Verbreitung des Borkenkäfers haben zu einem Absterben insbesondere von riesigen Fichtenbeständen geführt.

Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen und wird durch den aktuell heißen Sommer weiter befördert.

Die Folge sind große Freiflächen, die wiederaufgeforstet werden müssen. Diese Aufgabe hat auch die Stadt Schotten für ihren rund 800 Hektar großen Stadtwald. Schließlich soll der Wald den Besuchern Ruhe, frische Luft und Entspannung bringen.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat es die Menschen immer mehr in die weitläufige und ursprüngliche Natur des Vogelsbergs gezogen. Daneben sollen die Waldflächen so gestaltet werden, dass auch besonders seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt und gefördert werden. Wald ist schließlich auch ein guter Wasserspeicher und wichtig für die Neubildung des Grundwassers.

Unterstützung hat Schotten jetzt von der Deutschen Vermögensberatung erhalten. Das Unternehmen möchte ein Zeichen für Klima- und Artenschutz setzen. »Als klimaneutrales Unternehmen wollen wir mit kleinen Schritten einen positiven Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten. Daher unterstützen wir Projekte regional vor Ort wie hier in Schotten«, erklärt ein Unternehmenssprecher.

Wildkirsche,

Ahorn und Eiche

Auf einer Fläche von etwa sechs Hektar wurden in Kooperation mit dem Münchner Beratungsunternehmen ClimatePartner, dem Landesbetrieb Hessen-Forst und der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Vogelsberg Burgwald knapp 20 000 Bäume gepflanzt. Der hier neu entstehende Wald aus den vier heimischen Laubbaumarten Wildkirsche, Spitzahorn, Bergahorn und Eiche soll auch eine wichtige Aufgabe als zukünftiger Kohlendioxid-Speicher erfüllen. Daneben sorgt er für einen Kühlungseffekt, wie Projektleiterin Helena Scholz von Climate Partner betont: »Selbst junge Bäume können verhindern, dass Freiflächen austrocknen, indem sie mit ihrem Schirm Verdunstungseffekte reduzieren.« Scholz schätzt das finanzielle Engagement von Firmen hoch ein. »Wenn sich Unternehmen beteiligen, um den Waldumbau zu beschleunigen, haben alle etwas davon.«

Diese Meinung teilt auch Bürgermeisterin Susanne Schaab. »Die finanzielle Unterstützung ist nicht nur gut für unsere heimischen Wald und städtischen Haushalt. Ich sehe dies auch als Wertschätzung der gesamtgesellschaftlichen relevanter Naturdienstleistungen, die wir alle, die wir im ländlichen Raum leben, für den Ballungsraum erbringen.

Für den Herbst sind weitere Pflanzaktionen gemeinsam mit ClimatePartner in der Region geplant, wie Henning Boßmann, der Geschäftsführer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung mitteilte.

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