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2021 hohe Einsatzbelastung

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rueg_FFW_Buedungen_Gold_2_4c_1 © Oliver Potengowski

Büdingen (ten). Auch nach mehr als zwei Jahren prägt die Corona-Pandemie immer noch den Alltag. Das ist in der Jahreshauptversammlung der Büdinger Feuerwehr nicht nur in den Jahresberichten deutlich geworden, die wegen der ausgefallenen Versammlungen jeweils drei Jahre umfassten.

Die Feuerwehrleute verzichteten auch auf den musikalischen Rahmen durch den Musikzug und beschränkten sich beim Totengedenken auf ein Trompetensolo. Auch wurden die Abzeichen bei den Ehrungen diesmal nur überreicht statt an die Kleidung gesteckt.

Stadtbrandinspektor Stephan Naumann räumte ein, dass es auch durchaus Absagen aus gesundheitlichen Gründen gegeben habe. Er betonte die Ausnahmesituation. Noch nie in der Geschichte der Büdinger Feuerwehr seien bei einer Jahreshauptversammlung die Berichte aus mehreren Jahren vorgetragen worden. Entsprechend kurz fasste er sich - trotz der ereignisreichen Jahre 2019 bis 2021. Bemerkenswert ist, dass die Mitgliederzahl der Einsatzabteilungen seit 2019 geringfügig aber stetig von 324 (2019) über 313 auf 311 Mitglieder 2021 gesunken ist. Entgegen diesem Trend ist die Zahl der Feuerwehrfrauen ebenso stetig gestiegen. Von 55 im Jahr 2019 auf 57 im Jahr 2021.

Probleme bei

Tagesbereitschaft

Naumann berichtete, dass 2020 gemeinsam mit dem Land Hessen das Konzept zum Bau gemeinsamer Feuerwehrhäuser festgelegt worden sei. Vor allem viele kleinere Ortsteilwehren hätten Probleme, tagsüber genügend einsatzbereite Feuerwehrleute zu stellen. Hinzukomme, dass der Unterhalt und die stetige Modernisierung der Feuerwehrhäuser in 16 Stadtteilen bei immer höheren Anforderungen nur schwer zu finanzieren sei. Inzwischen liegt der Förderbescheid für den Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für den Löschbezirk 6 (Rinderbügen, Wolferborn, Michelau) vor. »Wir sind zuversichtlich, dass wir im Frühjahr 2023 in Wolferborn die ersten Baumaßnahmen beginnen werden«, hofft Naumann. Der Förderbescheid für den Löschbezirk 2 (Lorbach, Diebach, Vonhausen) werde für diesen August erwartet.

Ein weiteres Zeichen der Umorganisation der Büdinger Feuerwehren ist die Zusammenlegung der Einsatzabteilung Orleshausen mit der Kernstadtfeuerwehr, die am 1. Juli 2020 umgesetzt wurde.

Naumann wies darauf hin, dass die Corona-Pandemie trotz aller Erschwernisse, die sie für die Feuerwehr im Einsatz- und Übungsbetrieb gebracht hat, auch positive Aspekte hatte. »Aufgrund des eingeführten Homeoffice in den meisten Betrieben hatte sich die Tagesalarmierbarkeit kurzfristig entspannt. Doch weiterhin haben wir tagsüber Probleme, diese sicherzustellen.«

Dass die Büdinger sich auf ihre Feuerwehrleute verlassen können, bewiesen sie vergangenes Jahr. Wie extrem die Belastungen für die Ehrenamtlichen waren lässt sich an den 2021 geleisteten Einsatzstunden sehen. Mit 11 080 wurden deutlich mehr Stunden geleistet als 2019 und 2020 zusammen (10 689).

Dabei wurden die meisten Einsätze durch starke Schneefälle zu Jahresbeginn, das Hochwasser am 29. Januar und den Starkregen mit Erdrutsch in Dudenrod im März verursacht. Naumann betonte, dass sich trotz der intensiven Einsätze in diesen Tagen kein Feuerwehrmann mit Corona infiziert habe. Auch das sei ein Beleg für den verantwortungsvollen Umgang der Feuerwehrleute mit der Pandemie.

Stadtjugendwart Joshua Seum berichtete, in Büdingen gebe es 14 Jugend- und acht Kinderfeuerwehren mit insgesamt 137 Mitgliedern.

Dass diese Zahl nur eine Zunahme von drei Mitgliedern gegenüber 2019 bedeutet, wertete Seum dennoch als Erfolg. Denn in diesen drei Jahren seien fast keine Übungen und Aktivitäten möglich gewesen.

Mit dem Wegfall der Einschränkungen seit Beginn diesen Jahres hätten die Jugend- und Kinderfeuerwehren bereits sieben neue Mitglieder gewonnen.

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rueg_FFWBuedingen_Ehrenab_4c_1 © Oliver Potengowski
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Silbernes Brandschutzehrenzeichen am Bande: (v. l.) Christian Knaf, Thomas Jungmann-Eckert, Lutz Keiber (Wolf), Alexander Traumüller (Büdingen), Daniel Gottmann (Büches), Sascha Fürst (Wolf), Steffen Schäfer, Sandra Kristek, Jochen Wagner (Aulendiebach), Sascha Baldauf (Eckartshausen), Steffen Sauer (Michelau), Carsten Schlögel (Dudenrod), Alexander Keiser (Michelau) und Christian Stürz (Vonhausen); 3. von rechts: Bürgermeister Harris, rechts Stadtbrandispektor, Stephan Naumann. © Oliver Potengowski

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