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32 Schilder weisen auf den Seemenbach hin: Ein gutes Stück Oberhessen

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Die Beigeordnete Karin Schmidt (Kefenrod, l.) dankt mit Büdingens Erster Stadträtin Katja Euler (3. v. r.) und Gederns Bürgermeister Guido Kempel (r.) dem Sponsor der Schilder Rainer Lapp (2. v. l.) sowie Manfred Schmidt (3. v. l.), Norbert Greb (Mitte) und Carsten Schlögel (2. v. r.) vom Bauamt Büdingen, die die Beschilderung an markanten Seemenbachbrücken ermöglicht haben. © Oliver Potengowski

Der Seemenbach ist prägend für die Region. Die neue Beschilderung an Brücken, für die der Weningser Norbert Greb verantwortlich zeichnet, passt zur interkommunalen Idee der Landesgartenschau.

Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam im Altkreis Büdingen unterwegs war, konnte an vielen Brücken neue Schilder entdecken. Auf rechteckigen Tafeln ist jetzt der Name des Gewässers zu lesen, das man gerade überquert. Bei der Einweihung des letzten Hinweisschildes an der Mühltorbrücke am Rande der Büdinger Altstadt dankte Norbert Greb allen, die ihn bei der Umsetzung seiner Idee unterstützt hatten.

Gemeinsam mit Manfred Schmidt hatte er allein am Lauf des Seemenbachs als längstem Gewässer, das sowohl im ehemaligen Kreis Büdingen entspringt als auch mündet, 32 Schilder angebracht. Zahlreiche weitere Schilder weisen auf Wolfsbach und Nidder hin. Bei der Gestaltung der Tafeln orientierte er sich an den offiziellen Hinweisschildern für große Flüsse. Auf braunem Grund, wie er für touristische Hinweise vorgesehen ist, sind eine Welle und der Name des Gewässers zu sehen.

Dank an Bauämter und Unterstützer

Norbert Greb dankte insbesondere Rainer Lapp, der die Herstellung der Schilder finanziert hatte. Er wies aber auch auf die gute Zusammenarbeit mit den Bauämtern der beteiligten Gemeinden Kefenrod und Altenstadt sowie der Städte Gedern und Büdingen hin. Stellvertretend war Carsten Schlögel vom Büdinger Bauamt beim Ortstermin an der Mühltorbrücke anwesend.

Obwohl er die Genehmigung, die Schilder anzubringen »auf dem kleinen Dienstweg« eingeholt habe, hätten die Gespräche, bis er das Projekt umsetzen konnte, schließlich ein Dreivierteljahr gedauert. Dazu hob Greb auch hervor, dass die Beschilderung der drei Gewässerläufe nur in enger Abstimmung mit den Straßenmeistereien möglich war. Bei mehreren Schildern habe er Hinweise bekommen, dass die Vorschriften eine andere Anbringung erfordern.

»Es ist alles nicht so einfach, wie ich gedacht habe«, stellte Greb zum Abschluss fest. Umso mehr freue er sich, wenn er ein solches Projekt schließlich umsetzen könne. Abschließend dankte er den Verwaltungsspitzen der Region wie der Büdinger Ersten Stadträtin Katja Euler, der Kefenröder Beigeordneten Karin Hix und dem Gederner Bürgermeister Gudo Kempel. Denn ohne die Unterstützung aus den Rathäusern könnten die Ehrenamtlichen solche Ideen nicht verwirklichen.

Bereicherung für die Region

Guido Kempel wies auf das umfangreiche Engagement Norbert Grebs hin, der immer neue Ideen habe, wie er die Region bereichern könne. Dabei könne er sich auf Manfred Schmidt als tatkräftigen Helfer verlassen. »Eigentlich kann jede Kommune froh sein, wenn sie einen Bürger habe, der sich so engagiert wie Greb«, stellte der Bürgermeister fest. »Wir in Gedern haben ihn.«

Kempel schilderte zudem, wie er auf dem Weg zu dem Termin an der Mühltorbrücke entlang des Seemenbachs an einigen der Tafeln vorbeikam. »Die Beschilderung fällt sofort ins Auge«, lobte er, dass Schmidt und Greb die Schilder gut angebracht haben. Abschließend wies er darauf hin, wie der Seemenbach und die anderen Gewässer die Region geprägt haben und heute noch prägen. Durch Niederschläge könnten sich die kleinen Bäche in reißende Flüsse verwandeln. »Das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man das Bächlein sieht, was daraus werden kann.«

Büdingens Erste Stadträtin Katja Euler schloss sich dem Dank an Norbert Greb und seine Unterstützer an. »Dass es Menschen gibt, die solche Projekte ehrenamtlich umsetzen, ist etwas Feines.« Sie erläuterte, dass die Seemenbachroute, ein Radweg von Büdingen bis Kefenrod, ein zentrales Projekt der Stadt für die interkommunale Landesgartenschau Oberhessen in vier Jahren sei. Da sei die Beschilderung des Bachlaufs als touristische Erschließung ein erster Schritt.

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