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3340 Euro innerhalb von drei Stunden

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Büdinger Schüler und ihre erwachsenen Helfer verkaufen vor dem Café »La Porta« Waffeln und Kuchen, um Kindern in der Ukraine zu helfen. © Monika Eichenauer

BÜDINGEN (co). Bei einer Gemeinschaftsaktion von Büdinger Grundschulkindern, ihren Eltern, dem Café »La Porta« der evangelischen Kirchengemeinde in der Vorstadt und den Maltesern kamen jetzt beim Waffel- und Kuchenverkauf und durch großzügige Spenden innerhalb von drei Stunden 3340 Euro für die Ukraine-Hilfe zusammen. Die Initiative für diese Aktion ging von den Kindern aus.

Viele Fragen, starke Antwort

»Mama, wie können wir helfen? Können wir Waffeln und Kuchen backen und verkaufen und mit dem Geld Kindern in der Ukraine helfen?« Clemens, neun Jahre, und seine siebenjährige Schwester Anna bekommen viel über die Schrecken des Krieges in der Ukraine mit. In der Schule wird ebenfalls häufig darüber gesprochen. Mit dieser Frage traten sie an ihre Mutter Helen Friedberg heran. Rasch fanden sich weitere Kinder und Familien, die bei der Aktion mitmachen wollten. Aber wo sollte das Waffel- und Kuchenbuffet aufgebaut werden, damit möglichst viele Leute hinkommen könnten? Wohin sollten die Spenden gehen? Familie Friedberg hatte durch die Hochwasserhilfe im Januar 2021 gute Kontakte zu Isidro Perez, dem Stadtbeauftragten der Malteser in Büdingen. Er stimmte zu, dass die Spenden über ein Malteser-Spendenkonto laufen könnten, und regte an, den Waffel- und Kuchenverkauf vor dem »La Porta« zu starten. Maike Szuppa-Neun und Claudia Geiß, die dafür verantwortlich sind, waren sofort einverstanden.

So konnte es an einem frühlingshaften Nachmittag um 13 Uhr losgehen. Über zehn Grundschulkinder und zwei ältere Mädchen, Mütter, Väter und weitere Helferinnen waren im Einsatz. Mehr als 200 Waffeln wurden aus gespendetem Teig gebacken, jede Menge Kuchen gespendet und verkauft. Das Wetter hat gestimmt und die Sonne lockte viele Menschen vor das »La Porta«. Jeder konnte für die Waffeln und den Kuchen geben, was er wollte, sodass am Stand schließlich 2090 Euro zusammenkamen. Dazu beigetragen haben auch der Verkauf von Armbändern und Ukraine-Anhängern, die Birgit Brodkorb und Melanie Johnson gefertigt hatten. Außerdem spendete die Firma Holzwerk 1000 Euro, eine Privatperson weitere 250 Euro - macht 3340 Euro, die durch die von den Kindern angeregte und mit Freunden und Eltern durchgeführte Aktion zusammenkamen. Am Tisch war auch ein QR-Code aufgezeigt, über den auf das Malteser-Konto gespendet werden konnte.

Wichtig, Beitrag leisten zu können

Wie Helen Friedberg und weitere Mütter mitteilten, seien die Kinder stark sensibilisiert für die Katastrophe in der Ukraine. »Es war den Mädchen und Jungs wichtig, nicht nur diese Ohnmacht und Hilflosigkeit angesichts des katastrophalen Kriegs zu empfinden, sondern in einer gemeinsamen Aktion einen Beitrag leisten zu können, den Kindern in der Ukraine zu helfen«.

Spenden sind weiterhin möglich; auf das Konto Malteser Hilfsdienst e. V., IBAN: DE44 3706 0193 4001 1551 43, Verwendungszweck »Kinder für die Ukraine«.

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