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Abschied einer engagierten Pädagogin

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Von: red Redaktion

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Seit 2005 engagierte sich Pädagogin Karin van Aarsen (l.) auf vielfältige Weise an der Gesamtschule Konradsdorf, zuletzt als Leitung des Gymnasialzweigs oder als Gründerin der AG »Buchenwald«. Für dieses Engagement sagen Schulleiterin Birgit Bingel und die Schulgemeinde zu van Aarsens Verabschiedung in den Ruhestand herzlichen Dank. © pv

Ortenberg (red). Seit 2005 lehrte Karin van Aarsen an der Gesamtschule Konradsdorf (GSK) und prägte Schülerinnen und Schüler, Leben und Ansehen der Schule maßgeblich. Seit 2014 arbeitete sie darüber hinaus in der Schulleitung, beauftragt mit der Leitung des Gymnasialzweigs. Nun ist sie in den Ruhestand gegangen.

Mit den Fächern Kunst und Sozialkunde beginnt van Aarsen ihre Laufbahn an der GSK, seit 2008 besitzt sie die zusätzliche Lehrbefähigung für Darstellendes Spiel, ein Unterrichtsfach, das neu in den Fächerkanon der Schulen in Hessen aufgenommen wird. Federführend wird sie in diesem Fachbereich, füllt die Lehrpläne mit Leben, organisiert Theaterfahrten, nimmt mit ihren Gruppen regelmäßig an den Wetterauer Schultheater-Tagen teil und macht Darstellendes Spiel zu einem bedeutsamen Abitur-Prüfungsfach mit Niveau.

Immer ein Anliegen ist der Pädagogin, das Tun der Schülerinnen und Schüler sinnvoll und gleichzeitig öffentlich zu machen. So finden die Kunst-Werke ihrer Schülerinnen und Schüler häufig ein Forum in Ausstellungen.

Gründung der AG »Buchenwald«

Als außergewöhnlich kann man zudem ihr Engagement für das Themenfeld »Schule und Neuere Geschichte« bezeichnen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Bereich »Nationalsozialismus« liegt. So ruft Karin van Aarsen beispielsweise die AG »Buchenwald« ins Leben, die sich mit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen beschäftigt. Sie findet engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter sowie interessierte Schülerinnen und Schüler, die sie bei dieser Aufgabe unterstützen. So verankert sie die Fahrten und Projektarbeiten im KZ Buchenwald im Schulprogramm, organisiert Gedenktage zum 9. November und 27. Januar in Form von Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Stadt Ortenberg. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewusstem Denken und Handeln zu erziehen.

Darüber hinaus organisierte Karin van Aarsen mit einem klaren Blick für notwendige Maßnahmen ebenfalls den Unterricht Deutsch als Zweitsprache (DaZ) - auch hier hatte sie die Schülerinnen und Schüler und ihre Anliegen immer im Blick.

Karin van Aarsen genießt deshalb in der Schülerschaft und im Kollegium große Anerkennung und Respekt - sie sei geradlinig, aufrichtig, zugewandt und engagiert, heißt es aus der Schulgemeinde. Die Pädagogin hinterlässt aber ein gut organisiertes Erbe - Kolleginnen und Kollegen werden ihre Arbeit fortführen.

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