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Abstraktion und Minimalismus

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Von: red Redaktion

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Werke von Laura Sachs, Patxi Bergé und Julia Tervoort (im Uhrzeigersinn) werden im »Lo Studio« ausgestellt. © pv

Büdingen (red). In der Kunstgalerie »Lo Studio« wird am 12. März eine neue Gruppenausstellung mit dem Titel »Profound Abstraction« eröffnet. Die Schau bringt zwei Künstlerinnen und einen Künstler zusammen, die in Berlin leben und arbeiten: Laura Sachs, Julia Tervoort und Patxi Bergé.. Die Abstraktion und der Minimalismus der Werke verbindet das Trio, jedoch ist die Herangehensweise und die Technik unterschiedlich.

Hinter den Gemälden aus der Serie »Fifty Shades of Lenin« des französischen Künstlers Patxi Bergé verbirgt sich eine interessante Geschichte. Durch Zufall stößt er im Jahr 2013 in Berlin auf eine Lenin-Statue aus DDR-Zeiten und durfte mit Genehmigung des Eigentümers die Staute polieren und den dabei entstandenen Bronzestaub aufsammeln. Während der ersten Welle der Corona-Pandemie, im Mai 2020, beginnt der Künstler mit dem Material zu experimentieren, und nach vielen Versuchen stellt er fest, dass er mit Wachs am besten die Pigmente auf Holz oder Leinwand auftragen kann. Aus demselben Bronzestaub entsteht nach jeder »Wachs-Mischung« durch die Oxidation ein anderer Farbton.

Laura Sachs zeigt durch ihre Werke, wie vielfältig die Gestaltung eines Bildes durch verschiedene Materialien der Malerei ist. Die Malerin interessiert sich dafür, wie ein Bild aus kleinsten Details zusammengesetzt ist. Sie legt den Fokus dabei nicht nur auf die frontale Ansichtsfläche einer Leinwand, sondern auch auf dessen Seiten und Kanten sowie die verborgene Rückseite des Bildes. Neben den klassischen Materialien der Malerei verwendet Laura Sachs in ihren Gemälden auch Staub und Farbpartikel aus ihrem Arbeitsumfeld. Diese besonderen Materialien sind ein unmittelbarer Verweis auf ihr Atelier als Ort der Bildherstellung und Entwicklung der zum Bild führenden Prozesse.

Als Künstlerin, Lichtdesignerin und Architektin beschäftigt sich Julia Tervoort seit über 25 Jahren mit der Fähigkeit von Licht und Schatten, Raum zu erschaffen. In der Serie »Black Spaces« kreiert sie eine neue dreidimensionale Räumlichkeit durch die Schattierung von einer Fotoinstallation mit schwarzem Papier. Sie versucht durch ihre Fotografie das Materialisieren von Licht im Raum, die Veränderung der Form und der Farbe durch Licht und Schatten zu erfassen. Ein ähnliches »Licht-Konzept« erstellt Julia Tervoort durch die Serie »Color Reliefs«. Dabei handelt sich um Objekte aus gefaltetem Papier, bei denen der Lichteinfall je nach Blickwinkel die Papierfarbe und die Struktur des Reliefs verändert.

Ausstellung bis zum Sommer

Kuratiert wird diese Ausstellung von Adina Bayer, die auch eine Einführung in die Werke des Berliner Trios geben wird. Die Eröffnung findet am Samstag, 12. März, ab 17 Uhr - voraussichtlich nach der 3G-Regelung - in der Büdinger Galerie »Lo Studio« (Schlossgasse 22) statt. Eventuelle Abweichungen sind noch möglich und werden zeitnah auf der Homepage der Kunstgalerie (www.lostudiosabineuhdris.com) kommuniziert. Die Schau ist bis zum 11. Juni mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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