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Advent, Advent

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Von: Michel Kaufmann

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Morgen ist der 1. Advent. Die "besinnliche" Zeit, sie hat begonnen. Dass die Vorweihnachtszeit mitnichten so geruhsam ist, wie man sich das eigentlich immer vorstellt und wünscht, ist eine Binsenweisheit. Der Stress größtenteils ja auch irgendwie selbstgemacht. Das Problem: Allein schon, weil viele Menschen gerade zum Jahresende hin nochmal am Arbeitsplatz ordentlich ranklotzen müssen - allen voran im Einzelhandel, der, um der durchkommerzialisierten Weihnachtszeit entgegenzukommen, gerne an den Adventssamstagen die Öffnungszeiten ausdehnt - bleibt für Freizeit geschweige denn Besinnung kaum Zeit.

*Wer trotz allem noch ein wenig Freizeit findet, der kann sie in diesen Tagen vor allem an den Wochenenden gut anlegen. Die Adventszeit beginnt an diesem Wochenende gerade erst - da finden, allein in der östlichen Wetterau wohlgemerkt, schon sage und schreibe elf größere und kleine Weihnachtsmärkte statt. Elf!*Mit den großen Märkten in Nidda, Schotten, Gedern und Bleichenbach haben an diesem Wochenende Märkte in Ranstadt, Florstadt, Vonhausen, Aulendiebach, Gelnhaar, auf dem Rauhen Berg und im Kloster Engelthal geöffnet. Nächste Woche geht es munter weiter, auf Büdingen (ab Mittwoch) folgen dann vor allem Weihnachtsmärkte in der westlichen Wetterau. Und wem das noch nicht genug ist, der kann ja auch noch nach Frankfurt, Gießen, Hanau oder Fulda fahren.*Runde vier Wochen befinden wir uns Jahr für Jahr im weihnachtlichen Ausnahmezustand. Macht schlappe vier Wochenenden, die für den Budenzauber übrig bleiben - kein Wunder, dass da eine so geballte Zahl an Märkten zusammenkommt. Die Frage ist: braucht es das? Damit sollen weder den größeren noch den kleinen Märkten ihr Existenzrecht abgesprochen werden. Aber diese große Anzahl zeigt doch eigentlich ganz gut, dass es schon lange nicht mehr um Besinnlichkeit, sondern eher um Kommerz geht. Beschweren braucht sich jedenfalls niemand - wems nicht passt, der bleibt halt daheim. Und alle anderen haben die Qual der Wahl, wo sie dieses Jahr ihren Glühwein trinken.*Vom Kaufen beziehungsweise Nehmen zum Geben: In Nidda hatte das Team des Lumos-Kinos kürzlich einen "Tag der guten Taten" veranstaltet. An gleich fünf Stationen konnten die Kinobesucher Gutes tun. In dieser Woche präsentierte das Kino nun die Ergebnisse. "Wir haben sehr viel gesammelt. Es war wirklich toll", berichtet Tabea Gornowitz, die den Tag organisierte. Für die Tafel wurden laut Gornowitz so viele Lebensmittel und Kleidung für Groß und Klein zusammengetragen, dass ein ganzer Transporter gefüllt wurde. Für den Tierschutzverein "Samtpfötchen" seien mehrere Kisten voll mit Spielzeug, Leckerlis und Futter, für die DKMS über 100 Euro an rotem Geld gesammelt worden.*"Außerdem wurden knapp 100 Organspendeausweise ausgefüllt und die Bäckerei Rank hat umweltfreundliche To-Go-Becher verkauft und 150 Euro für die Grundschule gesammelt. Schließlich hat das Kino knapp 50 Weihnachtspäckchen-Aktions-Päckchen gesammelt, womit sich der erzählerische Kreis dieser Wochenendkolumne schließt.

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