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Äpfel zum Pressen gern

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Von: red Redaktion

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Im Gespräch: Elfriede Pfannkuche, Lena Herget-Umsonst, Rouven Kötter sowie Ulli Joachim und Paul Schwabe. © pv

Wetteraukreis (red). Was als Hobby mit wenigen Litern Apfelwein und -saft begann, führte zu einer der schönsten Straußwirtschaften in der Wetterau: der »Roten Pumpe« in Nieder-Mörlen. »Heute verarbeiten wir in der Erntezeit neun bis zehn Tonnen Äpfel pro Tag und keltern daraus Apfelwein und Apfelsaft. Außerdem haben wir Seccos, Edelbrände und vieles mehr im Angebot«, berichtete Senior-Chef Ulli Joachim Schwabe während eines Besuchs der Wetterauer SPD.

Sein Sohn Paul Schwabe ergänzte: »Die Tonnen an Trester, die dabei entstehen, werden in der Region an Rinder verfüttert. Soweit wir wissen, sind wir der einzige biozertifizierte Betrieb dieser Art in der gesamten Wetterau.«

Routen sollen noch

attraktiver werden

Rouven Kötter ist bei der Wetterauer SPD für Streuobst zuständig und freute sich über das in der »Roten Pumpe« allgegenwärtige Logo der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. »Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hat die Dachmarke der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenrouten übernommen. Seither arbeite ich mit meinem Team im Verband und den ehrenamtlichen Akteuren daran, die Routen mit frischem Leben und neuen Ideen noch attraktiver zu gestalten«, berichtete Kötter, der als Erster Beigeordneter beim Regionalverband unter anderem den Bereich Nachhaltigkeit verantwortet, wo auch das Thema Streuobst bearbeitet wird. »Die Streuobstwiesen als identitätsstiftendes Element unserer Kulturlandschaft sollen stärker ins Bewusstsein gerückt werden, um ihren Erhalt und ihre Pflege zu fördern.«

Reichelsheims Bürgermeisterin und SPD-Kreistagsmitglied Lena Herget-Umsonst arbeitete bereits mit der »Roten Pumpe« zusammen. »Unsere Interessensgemeinschaft Streuobst hat dieses Jahr erstmals mit der ›Roten Pumpe‹ einen Reichelsheimer Stadtschoppen gekeltert.«

Zudem wurden auch kritische Punkte angesprochen. So ist es für die Akteure nicht immer einfach, den passenden Ansprechpartner in den Rathäusern zu finden, wenn man beispielsweise Wiesen aufwerten, anpachten oder bepflanzen will. »Der erste Gang sollte immer zum Rathaus führen. Ansonsten gibt es beim Regionalverband den regionalen Streuobstbeauftragten, der als Ansprechpartner und Lotse weiterhilft. Es sind noch einige Schritte notwendig, um die Akteure im Bereich Streuobst besser zu unterstützen und die wichtige Arbeit angemessen zu honorieren«, waren sich Herget-Umsonst, Kötter und SPD-Kreisausschussmitglied Elfriede Pfannkuche einig.

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