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Der Badespaß in der Thermen-Welt mit Rutschenparadies ist garantiert. 2018 beginnt der Bau des Kombibads in Bad Vilbel.

Ausblick

Das alles kommt 2018 auf uns zu

Vorspann, Vorspann.

2018 wird ein Jahr großer baulicher Veränderungen für die Quellenstadt. Der Bau des Kombibads soll im ersten Quartal starten. Das Mega-Thermenprojekt umfasst eine Investitionssumme von 200 Millionen Euro.

Der tragische Tod von Bäder-Investor Josef Wund im Dezember 2017 hat die Planung vorübergehend stillgelegt. Wie es ohne ihn weitergeht, soll Mitte Januar geklärt werden. Das Kombibad soll ein neues kommunales Hallenschwimmbad integrieren.

Das alte Vilbeler Hallenbad in der Niddastraße wird wohl in der zweiten Jahreshälfte abgerissen. In der Zeit bis zur Eröffnung der Therme im Sommer 2019 muss auf das Freibad und umliegende Hallenbäder ausgewichen werden. Der Platz wird für das neue Kurhaus-Areal benötigt.

Denn die Projekt-Planung „Kurpark-West“ sieht den Bau einer Stadthalle und eines Hotels vor. Doch darüber stritten sich die Politiker zuletzt. Wobei: Alle Parteien sind für einen Hotelbau – außer den Grünen. Sie fürchten, dass zu viele Bäume gefällt werden müssen. Dabei drängt die Zeit: Die Stadthalle soll zum Hessentag im 2020 fertig sein. Und gebaut werden muss sie ja auch noch. Apropos Hessentag: Für den wird es in diesem Jahr mit den konkreten Planungen losgehen müssen. Das betrifft nicht nur die Stadt, sondern auch viele Vereine.

Gebaut wird ab diesem Jahr auch auf Hochtouren an der neuen S-Bahn-Strecke S6 zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbels Nordbahnhof. Die Erweiterung auf vier Gleise zwischen wird große Einschränkungen für die Fahrgäste mit sich bringen. Pendler müssen sich auf ein ausgedünntes Angebot und Ersatzverkehr einstellen.

Auf politischer Ebene müssen sowohl Stadtverordneter Tobias Utter (CDU) als auch der Fraktionsvorsitzende der FDP, Jörg-Uwe Hahn, im Herbst ihr Landtagsmandat verteidigen. Eine „ewige“ Baustelle könnte 2018 endlich fertig werden: die Sanierung der Homburger Straße. Schon seit zwei Jahren rollen die Bagger. Doch der Abschnitt zwischen Rodheimer Straße und B3 ist wegen Verzögerungen noch im Bau. ees

Die Karbener und ihre Nachbarn werden dieses Jahr ab dem Sommer starke Nerven brauchen, wenn sie unterwegs sind. Nicht nur wird auf der Schiene das Angebot stark ausgedünnt, weil die S6-Strecke zwischen Frankfurt und Bad Vilbel ausgebaut wird. Auch beginnt wohl im Sommer die Sanierung der Ortsdurchfahrt Klein-Karben. Während der Ferien ist die Verbindung außerorts nach Rendel dicht, danach, bis wohl weit ins Jahr 2019, dann abschnittsweise die Rendeler und die Homburger Straße.

Auch um Autofahrer und Busfahrgäste zu schonen, hat die Stadt zwar den Großteil der geplanten Sanierung der Bahnhofstraße in Groß-Karben zunächst abgesagt. Doch auch dort wird es einige Wochen lang zu Behinderungen kommen. Groß gefeiert wird dennoch: Im Juni wollen die Groß-Kärber mitten auf der frisch sanierten Gass’ das Dorffest begehen.

Baustellen prägen 2018 überhaupt das Stadtbild. Im Zentrum gähnt eine tiefe Baugrube, aus der heraus über die Monate die futuristische Neue Mitte emporwächst. Direkt vis-à-vis gesellen sich wohl in Kürze weitere Bagger dazu. Die Bad Homburger Cosmo-Gruppe und die Karbener Investoren Bruno und Norbert Kling bauen für rund 50 Millionen Euro das Baugebiet Taunusbrunnen mit 175 Wohnungen – samt Sanierung der alten und teils verfallenen Brunnengebäude.

Wie die Stadt in den nächsten zehn Jahren weiter wachsen soll, darüber wird in diesem Jahr in der Stadtpolitik intensiv diskutiert. Denn die bisher als neue Wohngebiete geplanten Flächen sind inzwischen fast alle Realität geworden, abgesehen vom letzten Teil des Stadtzentrums zwischen Brunnen- und Luisenthaler Straße.

Auf einen weiteren Ausbau des Betreuungsangebots für die Grundschüler können diese und ihre Eltern sich voraussichtlich freuen. Die Stadt will das mit den Schulen gemeinsam stemmen. Ob das Angebot auch in den Kitas und Krippen ausgebaut wird, ist noch offen. Das hängt davon ab, wie viel Geld die Stadt zusätzlich dafür, dass das Land die Kita-Gebühren auf null absenkt, zuschießt. dpg

Nicht nur die Menschen in der Wetterau bewegt der Mordfall Johanna. Der Festgenommene aus Friedrichsdorf (41) dürfte bald angeklagt werden, womit ein Prozess beginnt, der bundesweit für Aufsehen sorgt. Abzuwarten bleibt, ob weitere ungelöste Fälle mit dem Mann in Verbindung gebracht werden können.

In Bad Nauheim bleibt es spannend, denn Anfang dieses Jahres soll das Thermalbad abgerissen werden. Eine Genehmigung dafür liegt vor. Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) hat den Parteien zunächst intern das Modell des Bad Nauheimer Architekten Johannes Hölzinger präsentiert, wie das Areal in Zukunft aussehen könnte. Demnach verbleibt das Bad am jetzigen Standort und die Bebauung der Ludwigstraße schließt sich an das Hotel an. Bereits früh im neuen Jahr könnte die Bad Nauheimer Politik einen Grundsatzbeschluss für das städtebauliche Konzept auf Basis des Hölzinger-Entwurfes fassen.

In Friedberg soll das alte Kasernengelände endlich aufblühen. Ein Viertel für Forschung, Lehre, Gewerbe und Wohnen soll auf 74 Hektar entstehen. Derzeit werden einige Gebäude noch von Flüchtlingen genutzt. Viel wird geplant, doch noch gehört das Gelände der Stadt nicht – der erste große Job für den ab 1. Januar neuen Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU).

In der Wetterau ist 2018 ein wichtiges Wahljahr. In gleich acht der 26 Orte stehen Bürgermeisterwahlen an. In Altenstadt, Ober-Mörlen, Ortenberg und Wölfersheim gehen die Wähler am 4. März an die Urnen, vermutlich auch in Florstadt. In Butzbach, Wöllstadt und Rosbach dürften die Wahltermine im Sommer oder Herbst liegen. In Rosbach tritt Thomas Alber (parteilos) nach nur einer Periode nicht zur Wiederwahl an, weil er für sich keine Perspektive sieht.

Am Superwahltag 4. März entscheiden die Wetterauer auch über die Nachfolge von Landrat Joachim Arnold (SPD), der zum Jahreswechsel zum Energieversorger Ovag wechselte. Die Kreisbeigeordneten Jan Weckler (CDU) und Stephanie Becker-Bösch (SPD) haben beste Chancen. nma

Im Main-Kinzig-Kreis wird es direkt zum Jahresanfang spannend. In Schöneck stehen im Februar Bürgermeisterwahlen an. Die amtierende Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) will ihr Amt verteidigen. Herausgefordert wird sie vom parteiunabhängigen Björn-Magnus Becker, der von der Wahl-alternative Schöneck (WAS) und den Freien Wählern (FWG) unterstützt wird. Becker hatte einst den Vorsitz des Vereins „Rettung Altes Schloss Büdesheim“ inne, den aber mit der Kandidatur abgegeben.

Zur Schönecker Bürgermeisterwahl veranstaltet die Frankfurter Neue Presse am 31. Januar im Bürgertreff Kilianstädten ab 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit den beiden Bürgermeisterkandidaten. Sie werden FNP-Deskchef Thomas Schwarz und Lokalredakteurin Ingrid Zöllner Frage und Antwort stehen. Besucher und Bürger haben an diesem Abend ebenfalls die Möglichkeit, Fragen an die beiden Kandidaten zu richten.

In Schöneck wird beim Thema Schloss noch einiges passieren. Im Dezember 2017 kam das Gutachten der Denkmalschutzbehörde. Was darin indes steht, darüber haben die Beteiligte Stillschweigen vereinbart. Immerhin scheint Investor Werner Dietz dem Projekt noch zugetan zu sein.

Bis Ende des Jahres soll in Büdesheim das Familienzentrum fertig sein. Darin befinden sich barrierefreie Wohnungen, Bücherei, Jugendräume und Betreuungsräume für Krippenkinder. Weiter entwickeln wird sich Niederdorfelden im Sommer. Ab dann soll das große Baugebiet „Im Bachgange“ erschlossen werden.

Viele Pendler werden aufatmen, wenn die ausgebaute Kreisstraße 246 Nidderau–Karben im Sommer freigegeben wird. Laut Hessen Mobil laufen die Bauarbeiten im Zeitplan.

Ab August bekommt Nidderau mit der Schnellbuslinie X27 eine gute Verbindung nach Westen, nach Karben und Bad Homburg. Bis Juni ist die Stadt aber ein wenig immobil: Erst ab dann soll der neue Stadtbus fahren. Sein Vorgänger, der „Bürgerbus-Express“, ist aber schon seit Mitte Dezember nicht mehr unterwegs. iz

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