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Altenstadt hat jetzt wieder eine Polizeibeamtin vor Ort

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Von: Jürgen W. Niehoff

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Nach der offiziellen Einführung von Sabine Willwoldt (3. v. l.) als Schutzfrau vor Ort in Altenstadt (v. l.): Polizeidirektorin Antje von der Heide, Michael Pagel (Leiter Polizeistation Büdingen), Bürgermeister Norbert Syguda, Erster Beigeordneter Werner Zientz, Hauptamtsleiter Klaus Bube und Ordnungsamtsleiter Stefan Sommer. © Jürgen W. Niehoff

Die Gemeinde ist der 46-jährigen Sabine Willwoldt bestens bekannt, da sie bisher auf der Polizeiwache in Büdingen gearbeitet hat und beruflich auch öfters in Altenstadt zu tun hatte.

Als vergangenes Jahr klar war, dass in Altenstadt die Stelle einer sogenannten Polizeibeamtin vor Ort frei werden würde, musste sie nicht lange überlegen: Auf diese Stelle bewerbe ich mich, sagte Sabine Willwoldt. Auch bei der Polizeidirektion Friedberg war die Entscheidung schnell getroffen, wie Antje von der Heide, die Leiterin der Polizeidirektion, jetzt bei der offiziellen Einführung von Sabine Willwoldt im Altenstädter Rathaus im Beisein von Bürgermeister Norbert Syguda (SPD) mitteilte.

Willwoldt, zweifache Mutter und wohnhaft in Ortenberg, gehört der Polizei bereits seit über 30 Jahren an. Sie hat neun Jahre in Frankfurt gearbeitet und dabei auch die dunklen Seiten einer Großstadt kennengelernt.

Ansprechpartnerin für die Bürger

In den vergangenen 15 Jahren gehörte sie zu dem Team der Polizeistation Büdingen und hat die letzten eineinhalb Jahre im Innendienst schon viele Bürgergespräche führen müssen, wie von der Heide den Lebenslauf der neuen Schutzfrau vor Ort in Altenstadt offenlegte. »Sie hat also Erfahrungen in der Aufgabe, die nun auf sie zukommt«, so von der Heide zuversichtlich.

Als Schutzfrauen und Schutzmänner vor Ort stehen Polizeibeamtinnen und -beamte nämlich als feste Ansprechpartner für Bürger, Organisationen, Einrichtungen und Kommunen bereit und stärken die Sicherheit in ländlich geprägten Regionen. Hessenweit sind bereits mehr als 130 Schutzmänner und Schutzfrauen vor Ort im Einsatz, und die Anzahl soll weiter ausgebaut werden.

Die Schutzleute vor Ort sind Teil der Sicherheitsinitiative KOMPASS, wie von der Heide weiter erläuterte. Die Ende 2017 eingeführte Sicherheitsinitiative KOMPASS (Kommunalprogramm-Sicherheitssiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden im Bundesland und zielt auf eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung und noch engere Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Polizei und Kommune ab.

Die Polizei Hessen bietet an, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden und den Bürgern, die spezifischen kommunalen Sicherheitsbedürfnisse, also auch die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu erheben, zu analysieren und gemeinsam ein passgenaues Lösungsangebot zu entwickeln.

»Statistisch gesehen ist Altenstadt eigentlich keine besonders schutzbedürftige Kommune, denn hier wohnt es sich recht sicher. So liegt die Kriminalität in der Kommune um mehr als die Hälfte unter dem Landesdurchschnitt«, betonte die Kriminaldirektorin von der Heide. Trotzdem habe man sich für die Gemeinde als eine von acht Kommunen mit einem Schutzbeamten vor Ort entschieden. »Es hat einfach alles so gut zusammengepasst.«

Aber worin besteht die neue Aufgabe von Sabine Willwoldt nun genau? Wichtigste Aufgabe: Sie muss Ansprechpartnerin für die Bürger sein und sich um die persönlichen Anliegen der Bürger in der Gemeinde kümmern. Durch die täglichen Begegnungen auf der Straße, die Vernetzung zu örtlichen Vereinen und Institutionen sowie die Teilnahme an lokalen Veranstaltungen soll sie zum Ortsbild der Gemeinde gehören. In ihrer Funktion wird sie in vielen Bereichen der Prävention beratend tätig sein oder spezielle Hilfsangebote vermitteln.

»Manche Menschen trauen sich auch nicht, wegen vermeintlich kleiner Anliegen die Polizei zu rufen oder einen Streifenwagen anzuhalten«, so Willwoldt. Und deshalb will sie genau dort ansetzen, als direkte Ansprechpartnerin in der Umgebung.

Regelmäßige Sprechstunden

Bürgermeister Norbert Syguda freut sich auf die neue Zusammenarbeit: »Als sie beim ersten Gespräch mein Büro betrat, wusste ich sofort: die Chemie stimmt zwischen uns.« Vereinbart ist nun, dass Willwoldt ein eigenes Büro im Rathaus erhält und dort auch regelmäßig eine Sprechstunde abhalten wird.

»Wichtiger aber ist, dass sie draußen auf der Straße Präsenz zeigt. Das dient auch dem Sicherheitsgefühl unserer Bürger.« Sobald sie ihr Büro im Rathaus bezogen hat, werden Dienstzeiten und Telefonnummer im Rathaus offiziell bekannt gegeben.

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