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Secondhand-Shop für Kinder macht dicht

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Ein Secondhand-Shop mit Kinderkleidung.
Corona sorgte für Umsatzeinbrüche: Deswegen muss der Secondhand-Shop für Kinder von Hand-in-Hand im Wetteraukreis schließen. © Privat

Noch bis Ende Mai gibt es den Secondhand-Shop für Kinder von Hand-in-Hand in Altenstadt. Danach wird der beliebte Laden im Wetteraukreis geschlossen.

Altenstadt - Schwerer Schlag für die engagierten Frauen und Männer von Hand-in-Hand: Der Verein für schwerst- und krebskranke Kinder in Altenstadt, der uneigennützig hilft, wo Unterstützung in schwierigen Situationen gebraucht wird, ist selbst in Bedrängnis geraten. „Es ist wirklich sehr traurig, aber wir können nicht anders“, sagt Sven Schöning, kommissarischer Vorsitzender von Hand-in-Hand.

Damit kündigt Schöning die Schließung des Kinder-Secondhand-Shops des Vereins an. Der Laden führt seit über sechs Jahren Kinderkleidung, Spielzeug und überhaupt alles, was das Kinder- und Familienherz begehrt. Die Einnahmen gehen komplett an die Schützlinge von Hand-in-Hand. Deren Handicaps sind so zahlreich wie auch tragisch. Kinder mit Gendefekten, Tumoren, Lähmungen und anderen Krankheiten, die ihnen eine unbeschwerte Kindheit verwehren.

Secondhand-Shop für Kinder im Wetteraukreis schließt: Noch bis Ende Mai einkaufen

Um diese angenehmer zu machen und außerdem die Eltern und Geschwisterkinder zu unterstützen, legt sich das Team rund um Sven Schöning ins Zeug. Unter anderem mit dem Verkauf von Kleidung und Spielen aus zweiter Hand in dem fröhlich-bunten Laden in Altenstadt. Doch damit ist absehbar Schluss.

Hand-in-Hand-Pressesprecherin Andrea Weber: »Wir wurden - wie so viele - von der Corona-Pandemie nicht verschont. Wir haben vor einigen Monaten noch mal Vollgas gegeben - mit Werbung und verschiedenen Aktionen, um unseren wunderschönen Kinderladen zu retten, aber die Umsatzeinbrüche durch Corona waren zu gravierend. Das ist nicht mehr aufzufangen.« Die Frauen, die den Laden mit so Spaß und Herzblut geführt hätten, gebühre „ein dickes Dankeschön“.

Schöning blickt nach vorne: „Wir müssen positiv denken. Denn: Es gibt nichts Schlechtes, an dem nicht auch etwas Gutes ist. So haben wir ab Juni wieder mehr Zeit für unsere Kernkompetenz - der Hilfe für schwerst- und krebskranke Kinder. Da gibt es immer viel zu tun.“ Zeit zum Einkaufen im Secondhand-Shop für Kinder bleibt Kunden noch bis Ende Mai. Dann werden dort die Türen geschlossen. (hks)

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