1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Auf Schusters Rappen ins neue Jahr

Erstellt:

Von: red Redaktion

Kommentare

jub_wanderung_250123_4c_1
Dem römischen Grenzsoldaten, dargestellt von Markus Karger (l.), ist es angesichts der großen Wandergruppe gar nicht wohl in seiner Haut. FOTO:PM © pv

Limeshain (red). Neues Jahr, neues Format: Mit einer Neujahrswanderung statt mit einem Neujahrsempfang, wie er lange Zeit in Limeshain Tradition war, begrüßte die Gemeinde ihre Bürger im Jahr 2023. Auf Einladung des Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Ronny Strohschnitter, stand nach dessen Begrüßung eine kurzweilige Wanderung rund um den Wachtturm entlang des Limesrundwegs im Wald bei Rommelhausen auf dem Programm.

Sylvia Oster und Markus Karger vom »Theater ohne doppelten Boden - Theodobo« sorgten für unterhaltsame Szenen an einigen Stationen im Wald. Sylvia Oster war als germanische Händlerin unterwegs und bot ihre Waren den Wanderern feil, denen es aber an den nötigen Silberlingen fehlte. Gleichzeitig warnte sie die Gruppe vor dem Betreten der römischen Seite. Denn der Limes werde gut bewacht.

Ansprache am Wachtturm

Den Beweis lieferte dann sogleich ein Römer in Person von Markus Karger, der aber gar nicht so martialisch daherkam und verzweifelt versuchte, seine Angst vor der großen Gruppe nicht zu zeigen, zumal er nicht bewaffnet war.

Am Ende der Wanderung kabbelten sich die beiden Darsteller sehr zum Spaß der Zuschauer noch in einem offenen Schlagabtausch am Turm. Dort gab es für alle Teilnehmer an der Wanderung noch eine deftige Stärkung.

Limeshains Bürgermeister Adolf Ludwig hielt seine Neujahrsansprache vor der malerischen Kulisse des Wachtturms. Er hieß den Ersten Beigeordneten des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main, Rouven Kötter, SPD-Kandidat für die Landratswahl im Wetteraukreis im Herbst dieses Jahres, wie auch die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl willkommen. Er dankte Oster und Karger, der Freiwilligen Feuerwehr Limeshain und dem Bauhof der Gemeinde für die tatkräftige Unterstützung, beim Team um Stephanie Henrich für die Bewirtung, bei Stine Kockrick vom Geschichts- und Kulturverein Limeshain und bei seiner Sekretärin Judith Clesle für die gesamte Organisation.

Die große Resonanz von mehr als 100 Teilnehmern spreche für sich. Das Format der Neujahrswanderung stehe aber in keiner Weise in Konkurrenz zum Wanderverein »Limestreter«., betonte Ludwig. Schließlich sprach er die alles beherrschenden Themen an, die auch den Alltag in seiner Kommune beeinflussen. Mit dem Krieg in der Ukraine seien verschiedenste Szenarien in den Fokus gerückt. Ludwig nannte die Energiekrise, mögliche Blackouts oder die Unterbringung von Flüchtlingen. Ebenso habe die Pandemie bereits vorher bestehende Probleme offengelegt oder gar verstärkt mitsamt den ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Folgen.

Beim Thema Flüchtlinge forderte der Limeshainer Bürgermeister, dass Europa »endlich zu einer solidarischen Asylpolitik« finden möge, weil die Kommunen bei ihren Aufgaben längst an Grenzen gestoßen seien. Er richtete einen großen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die bei der Betreuung und Integration der Flüchtlinge großes Engagement zeigten. Ebenso brachte er seine Wertschätzung gegenüber allen in Sport, Kultur und Politik ehrenamtlich tätigen Menschen in Limeshain zum Ausdruck, die dafür sorgten, dass es sich in Limeshain gut leben lasse.

Optimistisch in die Zukunft

In der interkommunalen Landesgartenschau 2027 sieht er Chancen für die Region bei gleichzeitigen weiteren Herausforderungen, wozu er die Mobilität im ländlichen Raum zählt.

In einem Statement zum interkommunalen Gewerbegebiet sagte Ludwig, er hoffe, »dass man bei all den unterschiedlichen Auffassungen zur Entwicklung dieses Gebietes vielleicht doch aufeinander zugehen kann«. Ein Blick nach vorne lasse trotzdem Optimismus zu, da viele zukunftsweisende Weichen gestellt und wichtige Signale gesetzt worden seien. »Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam an einer positiven Zukunft unserer Gemeinde arbeiten, mit Engagement, Mut, Kreativität und mit etwas Humor«, appellierte der Bürgermeister an seine Zuhörerinnen und Zuhörer.

Auch interessant

Kommentare