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Aurölschens Sommerbonbons begeistern bei »Buntes im Park«

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Das Comedy-Duo »Aurora DeMeehl und Herr Schmidt« (Jochen Werner, Hans-Joachim Schmidt) sorgt zum Auftakt von »Buntes Im Park« für einen unterhaltsamen Abend. © Stefan Weil

»Sommerbonbons« musikalischer und humoristischer Art verteilt das Comedy-Duo »Aurora DeMeehl und Herr Schmidt« bei »BiP - Buntes im Park« und begeistert das Publikum über 90 Minuten.

Zum Auftakt des Festes »BiP - Buntes im Park« ist am Samstagabend das Commedy-Duo »Aurora DeMeehl und Herr Schmidt« im Alteburgpark zu Gast gewesen. Die Besucher erlebten einen unterhaltsamen Abend mit Jochen Werner und Hans-Joachim Schmidt.

Die beiden Darmstädter haben Schotten kennengelernt, als sie vor drei Jahren im Rahmen eines vom hessischen Fernsehen organisierten »Tauschurlaubs« zwei Tage in der »wunderschönen Stadt« verbrachten.

»Du darfst Aurölschen zu mir sagen«, macht Jochen Werner gleich zu Beginn des rund 90-minütigen Programms »Sommerbonbons« klar, dass er in seinem roten Kleid eigentlich nicht in dem geschlechterspezifisch richtigen Gewand steckt.

Dass er normalerweise ein »Fleischmützenträger« ist, wie er bekennt, hat er mit einer roten Perücke kaschiert. Im zweiten Teil des Auftritts ist er - wie Marilyn Monroe - erblondet.

Ein Kinderstar namens Shirley Bämbel

»Ihr Schnuggelmäuse« - die wiederholte Ansprache an die Zuschauer ist direkt und eindeutig. »Das Aurölschen« erzählt von ihrer Mädchenzeit. »Ich war ein Kinderstar, man nannte mich Shirley Bämbel.« Sie (er) besuchte die höhere Show-Girl-Schule in Rio de Janeiro. »Ich habe am Strand einen tiefen Eindruck hinterlassen«, erzählt er doppeldeutig mit Anspielung auf seine nicht unbedingt zierliche Figur.

Mit seinen Erzählungen leitet Jochen Werner zu seinen Songs über, bekannte Schlagerlieder ab den 1920ern, die er mit hessischem Dialekt unterlegt und umgetextet hat. So wird aus dem »Heideröschen« mit dem Text von »Herrn von Goethe« das »Heidebrötlein« zur Musik von Franz Schubert.

Vor 100 Jahren musste sich der »arme Ehemann« seiner bösen Ehefrau entledigen. Das Comedy-Duo hat den Song modernisiert und die Rollen vertauscht.. »Ich fahr - mit meinem Jürgen zu den Siebenbürgen. Vielleicht hab ich Glück, und komme ohne ihn zurück.«

Dann berichtet Jochen Werner von »Cleiff Richards«, den er in den Alteburgpark eingeladen hat, der aber aufgrund seines hohen Alters abgesagt hat. »Sonst wär ihm wegen dem vielen Liften vielleicht die Nas abgeplatzt. Der Gefahr wollt er sich net aussetze.«

Dass er ein guter Esser ist, bekennt »Aurölschen« freimütig. »Immer wenn ich heimkomm, geht im Kühlschrank das Licht an. Ich kann nicht widerstehn, ich verputz alles radikal, auch die Lewwerwoscht mit Cola.«

Wunsch nach dem großen Regen

Nach dem Volkslied über die »Äpplerloreley« kommt Werner auf ein aktuelles und ernstes Thema zu sprechen, den Klimawandel. Wobei er für seine Zuschauer ein bisschen Entwarnung gibt.

»Ihr lebt in einer Region mit viel Basalt, wo ihr mit dem Wasser keine Probleme habt«, meint der Darmstädter. »Bei uns steht der Klimawandel vor der Haustür. Alles ist schon braun.« Daher drückt der nächste »Song »Am Tag als der Regen kam« einen großen Wunsch aus. Damit ist er nicht allein im Park.

»Herr Schmidt« gibt die ganze Zeit den guten Ton am Klavier an. »Der sieht nicht so aus, aber der ist sehr lustig«, weiß »Aurölschen« von seinem Partner. Beide sind auch privat ein Paar. Mit viel Applaus für einen schönen Abend bedanken sich die Besucher im »kuscheligen« Park für eine Veranstaltung, die einige Zuschauer mehr verdient gehabt hätte.

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