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Außergewöhnlicher Musikgenuss

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Nidda (red). Am kommenden Sonntag, 4. September, präsentiert die Musikreihe »Nidda in Concert« außergewöhnlichen Musikgenuss in außergewöhnlicher Umgebung. Wie schon in den Vorjahren bringt die Organisatorin der Reihe, die Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde Nidda, Kathrin Anja Krauße, einmal mehr den weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Michelnauer Steinbruch musikalisch zum Klingen.

In diesem Jahr stehen Instrumente im Vordergrund, die man nicht unbedingt in der Wetterau oder in Hessen verortet. Und dennoch finden sie in der beeindruckenden Kulisse des Steinbruchs einen fantastischen Ort, um würdevoll zu erklingen: die Alphörner, kunstvoll gespielt vom Weimarer Alphornensemble.

Zugegeben, das Alphorn ist eine Schweizer Errungenschaft. Dennoch wird es die Eidgenossen freuen, dass sich auch außerhalb ihrer Kantone Menschen dem alpinen Klang verschrieben haben. Und tatsächlich konnte man in den vergangenen Jahren einen regelrechten Alphorn-Boom erleben.

Alphörner selbst gebaut

Die Begeisterung für das längste Klangholz der Welt geht jedoch nur bei wenigen so weit, dass sie auch bereit sind, ihre Instrumente selber zu bauen. Im Falle des Weimarer Ensembles sogar aus dem Holz von Thüringer Fichten. Zum Bau der Alphörner sagen die Musiker folgendes: »Ein altes Vorurteil besagt, Musiker hätten in handwerklichen Dingen zwei linke Hände und nur Daumen. Vielleicht trieb uns der Wunsch, diese falsche Meinung kräftig zu widerlegen. Sicher ist jedoch, dass sich kaum ein Musiker, der aus Liebe und Profession mit Horninstrumenten zu tun hat, dem besonderen Klang der alpinen Langhölzer entziehen kann. Für uns als alte Studienfreunde und spätere Kollegen in der Staatskapelle Weimar war es stets selbstverständlich, über den Orchesterdienst hinaus auch Kammermusik zu spielen. Wer selbst Musiker ist, weiß aber, dass bei aller Liebe zu Instrument und Beruf manchmal der Wunsch aufkeimt, etwas zu schaffen, das sicht- und greifbar ist. Die Idee, sich Alphörner anzufertigen, versprach deshalb Herausforderung und Abwechslung. Das Ergebnis ist nun nicht nur greifbar, sondern lässt uns im Bewusstsein musizieren, Protagonisten des gesamten kreativen Prozesses zu sein - vom ersten Ansetzen des Hobels bis zum letzten Akkord im Konzert.«

Auf dem abwechslungsreichen Programm steht neben barocker Literatur auch alpenländische Folklore. Das Weimarer Alphornensemble besteht aus Stephan Katte, Ralf Ludwig, Jens Pribbernow, Daniel Hartmann, Georg Bölk. Das Konzert beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

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