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Vor der Goethestraße 14 in Bad Nauheim wartet Verlegerin Beatrix van Ooyen auf Priscilla Presley, denn sie möchte ihr den Gruß einer Elvis-Autorin überreichen. Wie sich herausstellen wird, ist das Warten vergeblich. Fotos/Repro: Petra Ihm-Fahle (2)/Archiv

Priscilla Presley

Ex-Frau von Legende Elvis besuchte Bad Nauheim

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Priscilla Presley war in Bad Nauheim, begleitet von einem RTL-Team. Die FNP hatte davon erfahren und war am Dienstag vor Ort, wurde von RTL aber am Fotografieren gehindert. Ebenfalls in die Röhre schaute Elvis-Expertin Beatrix van Ooyen. Sie wollte der 71-jährigen einen Brief von Heli van Westrem überreichen, die laut eigener Aussage „die große Liebe des King“ war und darüber ein Buch schreibt. Eine weitere Enttäuschung erlebte am Ende Priscilla selbst.

Priscilla Presley kommt nach Bad Nauheim! Dieser Hinweis aus informierten Kreisen erreichte die FNP vergangene Woche, weshalb sich eine Reporterin am Dienstagnachmittag auf den Weg zur ehemaligen Elvis-Bleibe in der Goethestraße 14 machte. Wie es geheißen hatte, wolle die Ex-Frau von Elvis, der als GI in Bad Nauheim stationiert gewesen war, den heutigen Bewohnern – sie heißen Müller – am späten Nachmittag einen Besuch abstatten und einen Rundgang durchs Haus unternehmen. Als junge Frau hatte sie dort glückliche Stunden mit der Rock’n’Roll-Legende verbracht.

In Begleitung war Priscilla von einem RTL-Kamera-Team, das sie auch an andere ausgewählte Standorte der Stadt begleitete. Die Sache sollte anscheinend geheim gehalten werden – Versuche der heimischen Presse, einen Kontakt herzustellen, hatte der Fernsehsender abgewehrt. Auch von den Bewohnern des Hauses ist bekannt, dass sie die Presse nicht einlassen.

Deutlich vor der Zeit begab sich die FNP am Dienstag in die Goethestraße, sah von weitem eine schicke Dame auf dem Bürgersteig vor dem Haus Nummer 14 stehen und für das Filmteam posieren. Es war Priscilla. Sehr zierlich, in einem schwarzen figurbetonten Hosenanzug, mit langem mahagonifarbenem Haar schaute sie ins Objektiv. Ihr Gesicht war ernst.

Die FNP-Reporterin zückte die Kamera und – angesichts Priscillas abwehrender Handbewegung – bat sie sie, ein Bild des historischen Moments machen zu dürfen. Es sei für die Heimatzeitung. „Gehen Sie! Sie dürfen nicht fotografieren!“, hieß es daraufhin aus dem Filmteam. Auf höchst entschiedene Weise verhinderten zwei Mitarbeiter oder Begleiter des Teams das Bild, wobei insbesondere eine Frau agierte: mit ausdrücklichen Worten, körperlicher Präsenz und dem Versuch, die Journalistin der öffentlichen Straße zu verweisen. Alles ging sehr schnell. Schon nach wenigen Augenblicken stieg Priscilla in einen schwarzen Mercedes-Transporter und wurde weggebracht.

Kurz darauf erschien die Bad Nauheimer Verlegerin und Elvis-Expertin Beatrix van Ooyen vor Ort, denn auch sie hatte vom Termin erfahren, und sie wollte Priscilla einen Brief überreichen. Er stammt aus der Feder von Heli von Westrem, die gerade ein Buch über sich und Elvis schreibt. Erscheinen soll das Werk im Booy-Verlag, den van Ooyen betreibt (die FNP berichtete). Gemeinsam wartete die Reporterin mit van Ooyen vor der Goethestraße 14, ob Priscilla wiederkäme, doch es tat sich nichts. Wie die Bewohner-Familie Müller später allerdings mitteilte, sei sie tatsächlich noch erschienen. „Um 17 Uhr sollte sie da sein, doch das Bürgermeisteramt rief an und sagte, Priscilla müsse erst eine Kleinigkeit essen“, schildern die Müllers. Abgesprochen wurde daraufhin, dass sie um 17.30 Uhr spätestens da sein solle.

Um 18.15 Uhr endlich habe jemand geklingelt, „sie wären mit Priscilla da“. Müllers ließen sie nicht ein, weil sie eine solche Verspätung nicht akzeptieren wollten. Zu dem Besuch hätten sie sich ohnedies nur durch gutes Zureden von Bürgermeister Armin Häuser (CDU) überreden lassen.

Freundlich empfangen wurde Priscilla hingegen vom Architekten Alfred Möller und seiner Frau Elke, den Eigentümern der Villa Grunewald, wo Elvis einige Monate wohnte. „Diese Freundlichkeit kam von ihr auch zurück“, schildert Möller. Besonders habe sich die Besucherin bei einem Rundgang für den Umbau des Kulturdenkmals interessiert und sich gefreut, dass wieder ein Hotel entsteht.

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