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Deutsche Knochenmarkspenderdatei (Symbolbild).

Typisierungsaktion

Hoffnung für den an Leukämie erkrankten Jungen Ben: Potenzieller Stammzellspender gefunden

Ben leidet an einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs, gegen die er nun zum zweiten Mal kämpft. Nun gibt es Hoffnung für den Jugendlichen.

Bad Nauheim - Gute Nachrichten für Ben, der zum zweiten Mal gegen myeloische Leukämie, eine besonders aggressive Form von Blutkrebs, kämpft. Diese Zeitung berichtete über das Schicksal des damals 15-jährigen Thüringers, für den Naturheilpraktikerin Bettina Fornoff aus Bad Nauheim Typisierungsaktionen organisiert hatte. Kürzlich ist ein genetischer Zwilling und damit ein potenzieller Stammzellspender gefunden worden. Woher dieser kommt, sei nicht bekannt, teilte Fornoff mit.

"60 Personen kamen in meine Praxis und ließen sich als Stammzellspender registrieren", sagte die Bad Nauheimerin im Dezember. Da zu diesem Zeitpunkt noch kein geeigneter Spender gefunden worden war, bot sie noch einmal die Möglichkeit an, sich typisieren zu lassen. Ben ist der Sohn eines Bekannten der Naturheilpraktikerin. Nur ein Stammzellenspender kann dem Jugendlichen helfen. Daher startete das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) einen deutschlandweiten Aufruf. Das NKR ist eine von fünf deutschen Stammzellspenderdateien. Sie leiten die für die Spendersuche wichtigen Dateien an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) für den weltweiten Spendersuchlauf weiter.

So wurde bei der bundesweiten Aktion für Ben auch ein passender Spender für ein Mädchen in Deutschland gefunden. Zudem kamen zahlreiche Spenden zusammen. Fornoff selbst bot einen besonderen Rabatt in ihrer Praxis an, stellte Geld aus dieser Aktion für die Suche nach einem Stammzellspender zur Verfügung. "Über 280 Euro an Spenden kamen zusammen", sagte Fornoff.

Nun heißt es Daumen drücken für Ben: Der junge Mann befindet sich jetzt in der Vorbereitungsphase für die Stammzell-Transplantation. "Letzte Woche hieß es, er ist jetzt in der Klinik."

Eine Typisierung kostet für den Spender selbst nichts, allerdings fallen für die Aufbereitung Kosten in Höhe von 35 Euro an. Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, der noch nicht als Spender registriert ist, kann sich einfach mittels eines Abstrichs der Wangeninnenseite mit Wattestäbchen typisieren lassen. Wer sich typisieren lassen möchte, kan sich von Stammzellspenderdateien die nötigen Unterlagen zuschicken lassen.

(mmf)

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