1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Bad Nauheim

Bad Nauheim: Das soll der Bürgermeisterkandidat der CDU werden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die CDU in Bad Nauheim hat sich Zeit gelassen. Nun nennt sie endlich einen Namen, wer ihr Kandidat für die Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr werden soll: Alexander Freiherr von Bischoffshausen. In der Bad Nauheimer Stadtpolitik bisher eher im Hintergrund zu finden, wartet er dennoch mit klaren Vorstellungen auf.

Es hat lange gedauert, bis auch die CDU ihren Kandidaten für die Direktwahl des Bürgermeisters am 7. Mai 2017 bekannt gegeben hat. Und selbst jetzt tritt dieser auf die Euphoriebremse.

So ist er bisher lediglich ein Vorschlag des Stadtverbandsvorstandes und der Stadtverordnetenfraktion. Über seine Kandidatur muss erst noch auf der Mitgliederversammlung am 20. Oktober final entschieden werden. Von Bischoffshausen selbst möchte sich daher noch nicht als Bürgermeisterkandidat bezeichnen: „Aus Respekt vor dem Gremium“, wie er betont.

Für Menschenrechte

Jedoch weiß er sehr wohl woran er ist: „Wenn diese Empfehlung ausgesprochen wurde, dann darf ich mir schon recht sicher sein.“ Als Mitglied des Ortsbeirates Schwalheim und als dort stellvertretender Ortsvorsteher, agierte von Bischoffshausen bisher im Hintergrund der großen Stadtpolitik. Doch die Vita des 56-jährigen liest sich wie ein Bewerbungsschreiben.

Seit 2005 lebt der verheiratete Vater von vier Kindern mit seiner Familie in Bad Nauheimer Stadtteil Schwalheim. Nach Abschluss von Schule, Studium und Rechtsrefendariat war der gebürtige Hamburger beruflich als Volljurist tätig. Zunächst bei der Treuhandanstalt in Berlin und anschließend bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Berlin und Frankfurt am Main. Ehrenamtlich war er von 2007 bis 2013 Präsident der internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in Frankfurt und leitet seitdem ein Büro für Menschenrechtverteidigung in Bad Nauheim.

Unter dem Radar geflogen

Im Jahr 2007 trat von Bischoffshausen der CDU bei und ist seitdem im Stadtverband aktiv. Von Bischoffshausen sei prädestiniert für das Amt des Bürgermeisters, lobt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Oliver von Massow. Das es dennoch seine Zeit benötigte ehe die eigens eingerichtete Findungskommission ihn als möglichen Kandidaten nannte, habe berufliche Gründe. „Ich war etwas unterhalb des Radars“, gibt von Bischoffshausen zu. So habe er sich bei der Kommunalwahl im vergangenen März zurückgehalten. Der berufliche Fokus habe sich inzwischen jedoch geändert, so dass eine Kandidatur nichts im Wege stehe.

Das er bislang kein Teil der aktiven Innenstadtspolitik war, sieht er als Vorteil: „Ich komme weder aus dem Partei- noch aus dem Verwaltungsapparat“, betont er. Informationen zusammenführen und das Interessen bündeln, sei unvoreingenommen besser möglich. Dabei steht für ihn die Kommunikation mit den Bürgern an erster Stelle: „Wenn man den politischen Stil ändert, dann kann man sehr viel bewegen“, erklärt er, denn Zuhören sei die erste Pflicht, um die Bürger in die Politik einzubringen.

Von Bischoffshausen beschreibt sich selbst als wertkonservativ, Kirchgänger und am Gemeinwohl interessiert. Davor könne sich die Bad Nauheimer schon bald selbst überzeugen: Am 10. Dezember ab 10 Uhr bietet sich am CDU-Weihnachts-Informationsstand an der Stele (Terrassenstraße/Auguste-Victoria-Straße) eine erste Gelegenheit zum Kennenlernen.

Auch interessant

Kommentare