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Auf gute Gesundheit: Am Brunnen der Trinkkuranlage gibt es Gelegenheit, das dort sprudelnde Heilwasser zu probieren.

Bad Nauheimer Kneipp-Gesundheitstage

Ein Schluck fürs Wohlergehen

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Kein Badeort ist wie der andere, und doch haben sie oft etwas gemeinsam, so auch Bad Nauheim und Bad Tabarz. Die Chemie zwischen der Kurstadt Bad Nauheim und der Gemeinde Bad Tabarz im thüringischen Landkreis Gotha stimmt. Beide Orte verbindet der Kneipp-Gedanke. Beste Voraussetzung, um weitere Gemeinsamkeiten zu vertiefen.

Zum 10. Kneipp-Gesundheitstag haben die beiden Städte Bad Nauheim und Bad Tabarz ihre Kneipp-Städteverschwisterung nun auch offiziell besiegelt. Seit dem Jahre 2001 ist Bad Tabarz in Thüringen mit seinen rund 4000 Einwohnern staatlich anerkannter Kneippkurort und seit dem vergangenen Jahr Kneipp-Heilbad mit Titel Bad. Ein Mann hat hierzu vieles beigetragen: Sigurd Scholze.

Der fungiert auch als ein Art Verbindungsmann zwischen dem beiden Kommunen. Scholze ist Ehrenbürger der Stadt Bad Tabarz und beim vorherigen Kneipp-Gesundheitstag in Bad Nauheim gewann er den Titel des Super-Kneipps. Das heißt, er siegte bei einem Wettbewerb, bei dem es unter anderem darum ging, Wissen über Heilkräuter, und Anwendungen nachzuweisen oder etwa die Füße besonders lang in eiskaltem Wasser zu halten.

„Der Sigurd ist für uns ein Segen“, so David Ortmann (SPD), Bürgermeister von Bad Tabarz. Die Idee der Kneipp-Städtepartnerschaft kam von den örtlichen Kneipp-Vereinen. Aber auch abgesehen von der Besiegelung der Partnerschaft beider Badeorte versprach der diesjährige Kneipp-Gesundheitstag viele Höhepunkte, sind die Kneippianer doch ziemlich aktiv in Bad Nauheim.

Erst kürzlich beschloss der örtliche Kneipp-Verein eine Kooperation mit Bad Salzhausen. Bislang hatte es in dort noch keinen Kneipp-Verein gegeben. Gemeinsam mit dem Kur-Management in Bad Salzhausen wurde die Weichen dafür gestellt.

Und so nennt sich der Verein nun seit einigen Wochen Kneipp-Verein Bad Nauheim/Friedberg/Bad Salzhausen. Viele Mitglieder sind um den Vorsitzenden Lutz Ehnert aktiv, gemeinsam setzen sie auch das umfangreiche Programm zum bundesweiten Motto „Stille-Quelle der Kraft“ um. Eine ökumenische Andacht als Eröffnung, begleitet vom Singkreis der St. Gottfriedgemeinde Butzbach, sowie von der Münzenberger Stadtkapelle- gleich zu Beginn steht das Thema im Mittelpunkt.

Viele lobende Worte gibt es schließlich von Bürgermeister Armin Häuser (CDU). „Als Gesundheitsstadt sind wir stolz, so einen tatkräftigen Verein zu haben“, so der Rathauschef. „Eine zehnjährige Erfolgsstory“, lobt auch Georg Roth, Vorsitzender des Kneippverbandes Hessen. Für ihn sei der Kneipp-Verein eng mit dem Namen Lutz Ehnert verbunden.

Einen Rückblick gewährt der Vereinsvorsitzende Ehnert anhand einer Präsentation. Am 23. August 2008 bot der Kneipp-Verein (gegründet 1970) die erste Veranstaltung im Kerckhoff Reha-Zentrum an, die ersten Themen: Wassertherapie und Bewegung. Stets stehen die fünf Kneipp-Säulen im Vordergrund. Dank der Bad Nauheimer Infrastruktur und guter Aufstellung an Reha-Kliniken könne der Kneipp-Verein aber auch das Gesundheitsangebot stetig ausbauen. 77 Kurse werden mittlerweile angeboten. Weitere Höhepunkte der zurückliegenden Jahre- die Eröffnung des Tret-Beckens oder die Gestaltung des Kräutergartens.

Kabarettist Felix Gaudo ist schließlich für den Humor zuständig. Der Clown-Doktor erklärt, dass Humor das natürlichste Mittel gegen Stress sei. „Ein Eisbrecher“, wenn es um die Kommunikation gehe. Gaudo animiert das Publikum gleich noch zum Mitmachen. „Eine Minute lachen hat den gleichen Effekt wie zehn Minuten Joggen“, so Gaudo. „Nun rechnen Sie sich aus, wie viel Sie lachen müssen um auf Sport zu verzichten.“

Im Anschluss gibt es einen Scheck vom Kneipp-Verein in Höhe von 500 Euro für die Arbeit der Clown-Doktoren. Ehnert nutzt die Gelegenheit, viele tatkräftige Unterstützer, allen voran seine Vereins-Mitstreiter, zu würdigen. Besonderer Dank gilt auch den Bad Nauheimer Köchen und ihrer Kneipp’schen Küche. Diese haben gleich noch eine Jubiläumstorte mitgebracht.

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