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Ziehen das Probebanner hoch (von links): Bürgermeister Klaus Kreß und Organisator Holger Langenstück.

Probebanner

Testlauf für Adventstürchen: Riesen-Weihnachtskalender kommt zurück

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Kaum ist Fasching vorüber, „weihnachtet“ es schon wieder in der Kurstadt. Seit Freitag hängt am Gradierbau III ein Probebanner. Drei Wochen lang wird das winddurchlässige „Meshbanner“ den Witterungen ausgesetzt. Mit neuen wetterfesten Materialien wird der beliebte Bad Nauheimer Adventskalender nach sechs Jahren Pause im Dezember dann sein Comeback feiern.

Bis vor sechs Jahren zierte der Bad Nauheim-Adventskalender in Übergröße den Gradierbau III und erfreute die Bevölkerung täglich mit seinen weihnachtlichen Bildern. Weil die Matieralbeschaffenheit nicht optimal und die Windverhältnisse schwierig waren, konnte das Projekt schließlich nicht mehr realisiert werden. Der Wind zerstörte einige der Kunstwerke, die von Bad Nauheimer Schülern und Kindergartenkindern gestaltet wurden.

Ende 2018 wird der beliebte Adventskalender nun aber zurückkehren. „Die Bad Nauheimer haben ihn vermisst“, sagt Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos). „Ich freue mich, dass Holger Langenstück sich dem Projekt wieder annimmt.“

Langenstück selbst erzählt: „Mich hat das Ganze nicht in Ruhe gelassen.“ Gemeinsam mit Markus Grünberg machte er sich deshalb viele Gedanken, wie man das Projekt wetterfest gestalten könnte. „Dank einer verbesserten Technik sind wir dieses Mal für alle Wetterlagen gerüstet“, verspricht der Organisator. Die weihnachtlichen Motive werden nun nicht mehr direkt auf die Planen gemalt, sondern nach Zeichenblockvorlagen auf ein winddurchlässiges „Meshbanner“ aus feinem Gitternetz gedruckt. Diese Veränderung sei aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Zudem können die Kinder ihre Werke im Kunstunterricht gestalten.

„Eine größere Halle zum Bemalen der Planen wird nicht mehr benötigt“, erklärt Langenstück. Das Projekt soll nicht nur Schüler ansprechen, sondern alle interessierten Bürger, die Spaß am Gestalten haben. „Viele Bürger haben den Verlust des Adventskalenders sehr bedauert, der auch weit über die Grenzen Bad Nauheims für große Aufmerksamkeit in der Presse sorgte“, sagt der Bürgermeister. Und ergänzt: „Ein eher zufälliges Gespräch mit Holger Langenstück war der Anstoß für die Wiederbelebung des Projekts.“

Nach einigen Recherchen und intensiven Vorbereitungen wurde nun das „Probetürchen“ am Gradierbau III aufgehängt. Das neue Material soll bis zum 15. März auf seine Tauglichkeit bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen getestet werden. Ebenso auch eine neue Aufhängung mit gefederten Spannhaken für die Bilder.

Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Adventskalenders werde erhalten bleiben und über die gesamte Fläche des Gradierbaus ausgedehnt, kündigen die Organisatoren an: Jeweils zwischen zwei Windstreben soll ein drei Meter breites und dreieinhalb Meter hohes „Türchen“ mit Motiv auf der Rückseite angebracht werden, durch Scheinwerfer angestrahlt und ergänzt durch riesige beleuchtete Sterne.

„Der Höhepunkt ist das 24. Türchen mit sieben Metern Höhe, insgesamt also 21 Quadratmetern Fläche“, sagt Langenstück. Geändert werde auch das Beleuchtungskonzept: Hier wird komplett auf LED-Technik umgerüstet.

Für die Scheinwerfer, 23 große Sterne und zehn Lichterketten werden dann nur noch rund 2700 Watt benötigt, anstatt wie bisher 15000 Watt. Holger Langenstück setzte mit Markus Grünberg vor fünf Jahren auch den größten Adventskranz auf dem Alicebrunnen erfolgreich um. „Und es gibt noch weitere Ideen“, verspricht er.

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