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Symbolbild zur Wahl

Bürgermeisterwahl in Bad Nauheim

Vier wollen Armin Häuser beerben

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Zur Bad Nauheimer Bürgermeisterwahl am 7. Mai lief gestern die Bewerbungsfrist ab. Vier Kandidaten stellen sich zur Wahl um die Nachfolge von Armin Häuser (CDU). Der 48-jährige Klaus Kreß (parteilos), der 42-jährige Axel Bertrand (SPD), die 51-jährige Britta Weber (FDP) und der 57-jährige Alexander von Bischoffshausen (CDU) treten an.

Im Rennen um den Chefsessel im Bad Nauheimer Rathaus warf als erster Kandidat schon im vergangenen Jahr Klaus Kreß seinen Hut in den Ring. Ihm folgten Axel Bertrand (SPD, 42), Alexander von Bischoffshausen (CDU, 57) und Britta Weber (FDP, 51). Wenn die Bad Nauheimer am Sonntag, 7. Mai, wählen, wird es bei diesen vier bleiben, die Bewerbungsfrist lief gestern ab.

Bislang auffällig ist der harmonische Stil des Quartetts. „Ich verfüge über 26 Jahre Verwaltungs- und Führungserfahrung“, beschreibt Kreß sich selbst. Nun wolle er darauf aufbauen und „die Zukunft im Dialog mit den Menschen gemeinsam gestalten“.

Der 48-jährige ist rechte Hand des amtierenden Bürgermeisters Häuser, der nicht mehr antritt. Bekannt ist Kreß als freundlicher, zuverlässiger Typ. Ihn unterstützt die UWG, stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung.

Als wichtigstes Ziel für Bad Nauheim sieht Kreß den Erhalt des Heilbads mit internationalem Ruf und den weiteren Ausbau der „hohen Lebensqualität“. Die Stadt profitiere von der guten Lage und kurzen Wegen in Frankfurt/Rhein-Main, sei touristisches Zugpferd.

Sozialdemokrat Bertrand ist Fraktionsvorsitzender und Chef der heimischen SPD. Er wolle tun, was für Bad Nauheim wichtig sei – und dabei bestärke ihn das aktuell sehr konstruktive Klima im Stadtparlament. Wozu er beiträgt, indem er sich am Rednerpult höflicher Worte und Wertschätzung des politischen Gegners bedient.

„Das allerwichtigste Ziel für Bad Nauheim ist, schnellstmöglich die neue Therme mit Anbindung an den Sprudelhof zu eröffnen“, sagt er. In der Wetterau nehme die Stadt eine zentrale Rolle ein, „wir müssen darauf achten, unsere Lebensqualität und unsere Rolle als Jobmotor weiter auszubauen.“

CDU-Politiker Alexander von Bischoffshausen wurde von seiner Partei präsentiert, nachdem die Christdemokraten zunächst keinen Bewerber gefunden hatten. Er ist weniger bekannt als seine Mitbewerber, trotz Mitgliedschaft im Ortsbeirat Schwalheim. Aber er ist stets ein kultivierter Gesprächspartner, der sich mit einer Organisation privat für Menschenrechte einsetzt.

Auch von Bischoffshausen nennt als bedeutsamstes Ziel die Entwicklung der Therme, womit für ihn die Wiederbelebung des Sprudelhofs einhergeht. Die besondere Stellung innerhalb der Wetterau habe viel mit den Kliniken zu tun, was sich noch ausbauen lasse.

Die einzige weibliche Person im Bunde ist Britta Weber, die mit ihrer Kandidatur „Frauen Mut machen will, sich politisch zu engagieren“, wie sie sagt. Zielstrebig, geradlinig, schon viele Jahre Schatzmeisterin eines schulischen Fördervereins. In diesem Wahlkampf ist sie bis jetzt die einzige, von der schon mal ein hitziges Wort zu hören war: „Frechheit!“, rief sie neulich im Parlament, als ein Redner einen Antrag der FDP kritisierte.

„Zu den zentralen Themen gehört die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Entwicklung der Therme sowie eine solide Haushaltspolitik“, nennt Weber Beispiele ihrer politischen Ziele. Die Prosperität und Weiterentwicklung des Großraums Frankfurt und Rhein-Main hält sie für überlebenswichtig für Bad Nauheim. Interkommunale Zusammenarbeit sei von hoher Bedeutung, da die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam gelöst werden könnten.

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