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»Auf dass wieder Friede werde«

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Von: red Redaktion

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keh_els1_150722_4c © pv

Bad Nauheim (pm). Nach mehr als zweieinhalb Jahren haben die Chöre der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) unter der Leitung von Andreas Ziegler vor Kurzem wieder öffentlich auftreten können. Erst seit acht Wochen ist das Singen ohne Maske an Schulen wieder erlaubt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Fachbereichsleiterin Eva Pfeiffer-Heidecke begrüßte alle Anwesenden in der Bad Nauheimer St.-Bonifatius-Kirche. Endlich dürfe wieder gesungen werden, sie vermutete, allen Sängern jubele das Herz, vor großem Publikum im Chor auftreten zu können. Das Programm sei nachdenklich, fordere zum Innehalten auf - denn wegen der aktuellen Ereignisse in der Ukraine hat das Konzert den Titel »...träumt, dass wieder Friede werde!« bekommen.

Beide Chöre singen gemeinsam

Das Konzert eröffneten der Chor der Klassen 5 und 6 und der Chor der Klassen 7 bis 13 gemeinsam. Sie starteten jazzig mit »May the Lord send Angels«, das später als Zugabe den Abend auch beschließen sollte. Darauf vereinten sich zunächst die 5/6er mit den Frauenstimmen zum dreistimmigen »Circles«, die schließlich Amanda McBrooms »The Rose« folgen ließen. Hierbei kamen die jungen Sopran- und Altstimmen in ihrer Klarheit in der Akustik der Kirche besonders schön zum Ausdruck. Schließlich vereinte sich der Chor 7-13 wieder mit den Männerstimmen bei »A Clare Benediction« von John Rutter und »Dirait-on« von Morten Lauridsen mit Klavierbegleitung von Dorothee Hildebrandt.

Besonders der anspruchsvolle Satz auf ein französisches Rosengedicht Rilkes stellte den Chor wegen seiner vielfältigen Einsätze und spannungsreichen Harmonik vor größte Herausforderungen, die mit Leichtigkeit bewältigt wurden, heißt es weiter. Eine klare Botschaft lieferte darauf der Chor 5/6 mit »Kannst du seh’n, unsere Welt ist schön« und »We are the World« von Michael Jackson und Lionel Richie, das von Leonora Kamardi (6e) und Laura Nasisi (6a) solistisch eingeleitet wurde. Ein besonderer Programmpunkt war der Auftritt des Bad Nauheimer A-cappella-Vokalensembles, das am Bundeswettbewerb »Jugend Musiziert« in Oldenburg teilnahm: Maria Mincheva (Solgrabenschule), Shanice Gräber (ELS und Burg) - die ihre gesamte Schulzeit im Chor mitwirkte, dann den Kurs Chorleitung belegte und gerade ihre Chorleitungsausbildung absolviert hat - sowie die beiden aktuellen ELS-Abiturientinnen Paula Adler und Kristina Neubauer brachten das Publikum zu stürmischem Applaus.

»Joshua fit the battle of Jericho«, Verdis höchst anspruchsvolle »Laudi alla vergine Maria« und vor allem das klangschöne schwedische »Tystnaden« erfüllten die Kirche mit Wohlkang.

Es folgten mehrere Sätze des Chores 5/6: »So wie tausend helle Sterne« und »Schlaft, ihr Kinder dieser Erde« stellten wieder die Hoffnung auf Frieden in den Mittelpunkt. Ziegler erläuterte das Ziel des Konzertes: Die Unterstützung der ukrainischen Schüler an der ELS mit Spenden.

Im ersten Teil des Chorkonzertes wurden in einem Wechselspiel auch Textbeiträge von Schülern der Klasse 9a vorgetragen, die in einem kreativen Schreibprojekt mit Deutschlehrerin Dorothee Hildebrandt entstanden waren. Vivien Bender und Emilia Knoll rezitieren gemeinsam das Gedicht »Auf dass es wieder Friede werde«, das Vivien verfasst hatte. Emilia stellte außerdem das Gedicht von Carlotta Cleblad vor, in dem der Frage nachgegangen wird, was sei, wenn Frieden sei, aber einer nicht mitmache. Arvin Dahler und Felix Ottmaier trugen ebenfalls in Wechselrede ihr Gedicht vor, in dem betont wurde: »Das Miteinander zählt in dieser Welt«. Abschließend rezitierte Arvin einen Text, der als Gemeinschaftsprojekt von Henry Crompton, Ibrahim Al-Ali, Tim Breiltgens sowie Kolja Ulrich entstanden war und hob die Botschaft »Kein Krieg, keine Zerstörung« hervor.

Die folgenden Sätze des Chores 7 - 13 griffen die nachdenklichen und visionären Gedanken auf.

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