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Bei der DIN 5009 hört der Spaß auf

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Das Deutsche Institut für Normung hat viele Lebensbereiche mit DIN-Normen geregelt. So entstand auch die Buchstabiertafel nach DIN 5009. Wenn ein Behörden-Sachbearbeiter einem Kollegen per Telefon einen Namen durchgeben muss, wird das G beispielsweise wie »Goslar« gesprochen. »Das klingt einfach seltsam«, sagte der Bad Nauheimer FDP-Abgeordnete Benjamin Pizarro vor dem Stadtparlament.

Im Namen seiner Fraktion beantragte er, das B hier künftig nicht mit »Berlin«, sondern mit »Bad Nauheim« durchzubuchstabieren. Das sei eine »nette kleine Idee«, so Pizarro. Und nein: »Unsere Fraktion war zur Zeit der Antragstellung nicht besoffen.« Doch die anderen Stadtverordneten fanden die Abschaffung Berlins zugunsten Bad Nauheims verwerflich. »Mit einer DIN-Norm sollte man nicht spielen«, meinte der Grünen-Sprecher Esra Edel. »Es ist wichtig, dass beim Buchstabieren immer nur ein Wort genommen wird«, ergänzte der SPD-Mann Sinan Sert. Also nur »Bad« und kein »Nauheim«. Das ergebe keinen Sinn. Im Übrigen hätten sich zuletzt die Nationalsozialisten an der Deutschen Buchstabiertafel versündigt, als sie alle jüdisch klingenden Vornamen daraus strichen. Fazit: Auch in Bad Nauheim steht weiter Berlin für das B. kni

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