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Deko, Ringe, Musik: Wie die Hochzeit nach Maß gelingt

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Von: Annette Hausmanns

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jw_hochzeit002a_120422_4c © Annette Hausmanns

Ein Aufatmen geht durchs Hotel Dolce: Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause hat die Bad Nauheimer Hochzeitswelt wieder Gäste von Nah und Fern angelockt.

Der markanteste Trend in diesem Jahr? Carolin Pascal muss nicht lange überlegen. Ihre Augen strahlen, wenn die Event-Direktorin von ihrem Glücksgefühl berichtet, dass es endlich wieder losgehen kann. Das sei die wichtigste Botschaft in diesem Jahr: Dass sich die Menschen nach der Corona-Pause wieder trauen. Seit vielen Jahren veranstaltet Pascal mit ihrem Team von Bestevents by ITMS Marketing die Bad Nauheimer »Hochzeitswelt« im Dolce.

Auch heuer ist Carolin Pascal begeistert und dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Dolce-Team und den jugendstilvollen Veranstaltungsort, der wie geschaffen scheint für die romantischen Gefühle, die sich während einer Hochzeitsmesse Raum schaffen - trotz aller möglichen Gedankenkarussells rund um die Planung des »schönsten Tages im Leben« zweier Verliebter.

Durch ihr besonderes Strahlen fällt Ute Wysluch auf. An der Seite ihres »Zukünftigen« Michael Heinen schlendert die angehende Braut aus dem nordrheinwestfälischen Düren durch die »Hochzeitswelt«.

Im Kölner Raum seien die Hochzeitsmessen entweder ausgefallen oder schon gelaufen, gesteht der Bräutigam in spe augenzwinkernd, seinen Antrag wohl etwas spät gemacht zu haben. Mit »ziemlich konkreten Vorstellungen« sind die beiden eigens für einen Tagesausflug angereist. Beide sind angetan von der schönen Location und den netten Menschen, alle »offenen Posten« in ihrer Hochzeitsplanung für Oktober konnten sie zwar nicht füllen, aber so manche Inspiration nehmen sie mit ins Rheinland.

Foto, Mode, Deko und Trauringe

»Vielleicht entscheiden wir uns jetzt doch für Livemusik«, überlegen die beiden, die auf ihrem Bauernhof ein Zelt stellen wollen und damit wenigstens die schwierige Location-Frage los sind. Aber auch ein Zelt zu bekommen, sei nach zwei Jahren Corona schon eine Herausforderung, erzählen sie und genießen den Tag im schönen Bad Nauheim.

Viele Aussteller vor allem aus den Bereichen Fotografie, Brautmode, Trauringe, Kosmetik, Dekoration und Musik, aber auch Tanzschulen, Hochzeitsplaner- und Redner, Kinderbetreuung, Hochzeitskarossen und Pyrotechniker bis hin zum Finanzberater gehören zu den Stammgästen auf der »Hochzeitswelt«. Eine gelassene, fast feierliche Stimmung umfängt die Besucher bei ihrem Rundgang durch die prächtig hergerichteten Säle. Und weil der Andrang bei der »Hochzeitsnacht« am Samstag wie auch am Sonntagnachmittag nicht allzu üppig war, haben alle mehr Zeit und Muße für persönliche Gespräche.

Im Mittelpunkt standen die Brautmodenschauen. Premiere sowohl als Aussteller als auch bei der Modenschau feierte das Brautmoden- und Herrenausstattergeschäft »Mr. & Mrs Huebner« um Maßschneidermeisterin Victoria Huebner aus Gründau. Mit viel Herzblut präsentierten ihre Models Kreationen unter dem Motto »Schönheit kennt keine Grenzen«. Wenig später verschlugen die Brautkleider aus dem Bad Nauheimer Bridal-Showroom von Nastasja Gebert vor allem den weiblichen Zuschauern dreier Generationen den Atem mit luftigen Schnitten, voluminösen Tüllschleppen, Beinfreiheit, floraler Spitze, trendigen »Offshoulder-Ärmeln«, ebenso hauchzarten wie abnehmbaren Puffärmeln und viel Glitzer.

Zum Defilee über geschwungene Treppen und Laufsteg spielte die Wetterauer Event Band »P.A.C.E« und empfahl sich mit romantischen bis rockigen Liedern für die nächste Feier. Nebenan bot Singer-Songwriter Killi Music Kostproben seines Hochzeitsrepertoires, am Stand der Friedrichsdorfer Tanzschule »Taktgefühle« wurde Discofox geübt, DJ Clayton offenbarte am Mischpult seine brasilianische Lebensfreude und Lokalmatador Armin Bruch berichtete von seiner erfolgreichen Profession als DJ, Berater, Ablaufplaner und »Zeremonienmeister« selbst in Corona-Zeiten. Sein Tipp: »Heute schon die Location für 2024 buchen.«

Ein halbes Dutzend Hochzeitsfotografen stellten feine Unterschiede heraus unter anderem mit Drohnenvideos aus Dietzenbach oder individuellem Shooting mit Jemanda und Torsten Stöber in Südafrika. Bei den Goldschmieden funkelten Ringe und Augen um die Wette ob des brillanten Spektrums und der individuellen Anfertigungen - laut Adolf Purper liegen Platin und Perlierungen im Trend - bis hin zur Trauring-Werkstatt bei Johanna und Falco Fliegenschmidt, wo Paare selbst ihrer Ringe Schmied sein können.

Strahlendes Lächeln und Make-up

Das strahlendste Lächeln stellte Kieferorthopäde Champ dank der Bleeching-Methode in Aussicht, Stefanie Merz einen mobiler Brautservice in allen Make-up-Fragen, und für den Nachwuchs der Hochzeitsgesellschaft zeigte das »Sahnehäubchen« Betreuungsmöglichkeiten. Besondere Ballon-Hingucker hatten die »Dekorinas« Katharina Tamme und Kristina Hashemi aus ihrem Startup in Usingen mitgebracht, Dolce und Dekofactory übertrafen sich selbst mit ihren Installationen, die AW-Pyrotechniker aus Weinheim berichteten von einem Trend hin zu rückstandsfreien, klimaneutralen und leisen Brillantfeuerwerken mit individuellen Effekten und traditioneller Harmonie »wie früher in Versailles«. Nur die Hochzeitskutsche vorm Dolce gab es nicht mehr, dafür glänzte ein Chevrolet in der Sonne.

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