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»Eine besondere Herausforderung«

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Von: red Redaktion

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Seit 50 Jahren befindet sich die Kurklinik Wetterau beziehungsweise mittlerweile Reha-Klinik Wetterau in der Bad Nauheimer Zanderstraße. © Nicole Merz

Bad Nauheim (pm). In dieser Woche besteht die Kurklinik Wetterau seit 50 Jahren. Am 24. August 1972 wurde die Klinik in der Zanderstraße nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit offiziell ihrer Bestimmung übergeben. »Ich war bereits vorher Leiter verschiedener Kliniken und Sanatorien, jedoch war es für mich eine besondere Herausforderung, die Inbetriebnahme einer Klinik in dieser Größe mit vorzubereiten« erinnert sich Heinz Stricker, der in der Kurklinik Wetterau von der Eröffnung bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1994 als Verwaltungsleiter tätig gewesen ist.

Schließlich erstellte die BfA (heute DRV Bund) mit einem Kostenvolumen von etwa 20 Millionen Mark das größte Sanatorium der Badestadt, zusätzlich Komplexe mit Personalwohnungen in der Berliner und der Usastraße mit Baukosten von insgesamt fünf Millionen Mark.

Modern und zweckmäßig wurde das Haus mit 300 Patientenbetten geplant. Für neue Konzepte der Behandlung chronischer Herz- und Gefäßkrankheiten wurden Räume realisiert, in denen die modernsten Telemetriegeräte zur Funktionsdiagnostik in klinisch physiologischen Laboratorien zur Verfügung standen. Auch die weitere Infrastruktur, beispielsweise die Küche und die Räume zur therapeutischen und Freizeitgestaltung wurden nach den neuesten Erkenntnissen konzipiert und eingerichtet.

Insgesamt 150 Mitarbeiter sorgten für das Wohlergehen der Patienten während ihres Aufenthaltes in Bad Nauheim.

»Bereits Monate vorher haben wir ein provisorisches Büro in einer Dreizimmerwohnung in der Berliner Straße eingerichtet«, blickt Stricker auf die Zeit vor der Inbetriebnahme der Klinik zurück. Viele Dinge wurden mit einem kleinen Team erledigt, manchmal wurde improvisiert, bis zum Einweihungstermin jedoch war alles Wesentliche erledigt.

Die Tätigkeiten der BfA, der Stadt Bad Nauheim, des Staatsbades, der Architektenbüros Pitzer/Rau und Mieling/Müller, der Baufirmen, des zukünftigen Personals und der vielen anderen Beteiligten koordiniert werden, damit der Betrieb mit der Aufnahme der ersten Patienten reibungslos beginnen konnte. »Und es hat funktioniert« erinnert sich Heinz Stricker stolz. »Ein besonderes Lob bei dem Bau der Klinik verdiente sich das heimische Handwerk, das wieder seinen hohen Leistungsstandard bewies«.

Auch an die Feierstunde am 24. August 1972 erinnert sich Stricker noch gerne, an der neben ihm und dem ärztlichen Leiter der Klinik, Dr. Wolfgang König, auch hochrangige Vertreter des Bundesministeriums, der BfA, des Landes Hessen, des Staatsbad und der Stadt teilgenommen haben.

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