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Eine Brücke zwischen Vereinen und Ehrenamtlichen

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Von: red Redaktion

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Natalie Pawlik (M.) wird von Ingrid Schmidt-Schwabe (l.) und Heidrun Schröder-Höbbel empfangen. © pv

Bad Nauheim (pm). Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik hat das »Freiwilligenzentrum - aktiv für Bad Nauheim« besucht, das im Erika-Pitzer-Begegnungszentrum angesiedelt ist. Im Austausch mit den beiden Vorsitzenden des Vereins, Ingrid Schmidt-Schwabe und Heidrun Schröder-Höbbel, erfuhr sie viel über die Organisation des Vereins und die vielfältigen Aufgabenbereiche, in denen die Ehrenamtlichen tätig sind.

Von den Aufgaben konnte sich Pawlik vor Ort überzeugen, denn bei ihrer Ankunft am Vormittag war das Zentrum bereits gut besucht: Jeden zweiten Mittwoch im Monat findet in der Blücherstraße 23 das Frühstück für Jung und Alt statt, das vom Seniorenbüro der Stadt organisiert wird. An der Organisation des Frühstücks sind regelmäßig auch Ehrenamtliche des Freiwilligenzentrums beteiligt.

»Das Freiwilligenzentrum ist eine feste Größe im sozialen Miteinander meiner Heimatstadt Bad Nauheim. Es ist wichtig, dass Menschen, die ehrenamtlich aktiv werden möchten, eine Anlaufstelle haben und die Möglichkeit zu einer Fortbildung bekommen«, zeigte sich Pawlik begeistert.

Begeisterung fürs Lesen wecken

Das Freiwilligenzentrum gibt es seit 2005. Über die Jahre hat es einen Stamm von über 100 ehrenamtlich Tätigen entwickelt, ohne den es einige soziale und kulturelle Angebote in der Stadt nicht gegeben hätte. Denn durch eine gute Vermittlungsarbeit schafft es das Freiwilligenzentrum, immer wieder eine Brücke zwischen engagierten Freiwilligen und den Vereinen oder Organisationen, die nach Ehrenamtlichen suchen, zu schlagen. »So werden aus Ideen und Anliegen neue Projekte, die für alle eine Bereicherung sind«, erläuterte Schmidt-Schwabe.

Weitere Angebote des Freiwilligenzentrums sind die Engagementlotsen, Integrationsbegleiter und Seniorenbegleiter. Außerdem initiierte der Verein das Repaircafé und bietet jeden Dienstag von 11.15 bis 12.15 Uhr den Kurs »Bewegung bis 100« für Menschen mit Einschränkungen an.

Ein Schwerpunkt des Freiwilligenzentrums liegt auf der Qualifizierung von Leselernhelfern und Vorlesepaten. Dies geschieht in Kooperation mit der Stiftung Lesen. »Uns erreichen Nachrichten, dass Kinder selbst in der 5. Klasse noch nicht richtig lesen und schreiben können. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, Kindern möglichst früh den Spaß am Lesen zu vermitteln. Der größte Erfolg für unsere Vorlesepaten ist es, wenn sie mit einem Buch fertig sind und die Kindergartenkinder sich direkt das nächste Buch wünschen«, berichtete Schröder Höbbel.

Hilfe auch beim Thema Demenz

Außerdem kümmert sich das Freiwilligenzentrum um Begleitung und Unterstützung von Demenzerkrankten und ihren pflegenden Angehörigen. »Die Welt von demenzkranken Menschen sowie deren Verhaltensweisen sind oft schwer zu verstehen. Mit den Möglichkeiten des Demenzcafés und der Alzheimersprechstunde unterstützen wir Menschen mit Demenz dabei, aktiv am Leben teilzuhaben. Darüber hinaus bieten wir Schulungen für pflegende Angehörige in sozialen und rechtlichen Fragen an. Auch die richtige Berührung von demenziell Erkrankten spielt eine wichtige Rolle im täglichen Leben, die gelernt werden muss«, erklärte Schmidt-Schwalbe, die das Curriculum für die Ausbildung zu Senioren- und Demenzbegleitern geschrieben hat und das Seminar als Referentin begleitet.

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