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Erntefrisch auf den Tisch

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Bad Nauheim-Nieder-Mörlen (hau). Die Sonne hat es auch mit der 27. Auflage des Herbstmarktes der Frauenwaldschule gut gemeint. Auf dem Schulhof herrschte emsiges Treiben wie in einem Bienenstock. Natürlich gab es auch selbst geschleuderten Honig, es duftete aber auch nach Lavendel und Rosen, nach frisch gekelterten Äpfeln, frischen Waffeln, Bratwürsten und Suppe.

Die warme Septemberluft trug flotte Klänge über den dicht besiedelten Schulhof, als die Bläserklasse um Hannah Anselm ihr »Rock around the clock« anstimmte und die umstehende Menschenmenge mit weiteren Klassikern aus ihrem Repertoire begeisterte.

Honig, Würstchen und Perlenschmuck

Schulleiterin Cornelia Rettberg strahlte vor Dankbarkeit, dass derart viele Schüler und Lehrer, Ehemalige, Familien und Freunde in der großen Schulgemeinschaft den Herbstmarkt mit Leben füllten. Nicht alle Lücken konnten nach der Pandemie wieder gefüllt werden, neue Energien brauchten ihre Zeit. Im Keltercafé unter den Bäumen hörte man so manches frohe »Hallo« und »Ach, ewig nicht gesehen«. An der Kelter legten die Frauenwaldschüler unermüdlich frisch geschrotete Äpfel nach und freuten sich über den reißenden Absatz.

Am Stand von Förderverein und Bienen-AG stießen T-Shirts, Marmeladen, Honig und Insektenhotels auf große Gegenliebe, an diversen Klassen-Stationen brodelten herbstliche Suppen mit Kartoffeln, Kürbis, Zucchini oder Lauch. Würstchengrills und Waffeleisen liefen auf Hochtouren, mit Brezeln und Obatzter machte sich Oktoberfeststimmung breit, und am Kuchenbüfett lockten Kreationen aus heimischen Backöfen. Schülerfamilien kochten internationale Köstlichkeiten, und zum Mitnehmen gab es feine Backmischungen.

Die Marktbeschicker hatten selbst gezogene Kerzen oder Sämlinge im Angebot, zudem Kräuteressenzen und allerlei Handarbeiten aus den Häkel-, Strick-, Stick- und Nähstuben. Hier wurde Perlenschmuck aufgefädelt, dort zogen schillernde Seifenblasen ihre Kreise, rund ging es bei der Mea-Patisserie, und natürlich durften auch Stammgast Willi »Holzwurm« Liebert, seine Drechselbank und seine Holzarbeiten nicht fehlen. Ebenso hält seit der ersten Auflage vor fast 30 Jahren Familie Bayer mit ihren Wurstwaren aus Rockenberg dem Kult-Markt die Treue, und auch die Nieder-Mörler »Rote Pumpe« mit ihren Kreationen von Wetterauer Streuobstwiesen ist vom Herbstmarkt nicht mehr wegzudenken.

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