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Rosenfest in Steinfurth: Ein Zug des Friedens

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Von: Petra Ihm-Fahle

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Den 47. Rosenkorso verfolgen dank des guten Wetters Zehntausende. © NIC

Ein berührendes Zeichen setzte der Korso beim 47. Rosenfest in Steinfurth vor 30 000 Gästen. Mit einem Friedenssymbol führte der Prunkwagen des Sportvereins den Zug als eine der ersten Nummern an.

Bei bestem Sonnenwetter strömten am Sonntag zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Rosenkorso. Laut Polizei waren »nach Angaben der Veranstalter« 30 000 Gäste dort. Rechtzeitig sicherten sich die Menschen Plätze an den Straßen des Rosendorfes, viele hielten die Handys zum Fotografieren hoch. Insgesamt 55 Zugnummern gab es, darunter die acht Prunkwagen der Vereine. Schon eine Stunde vorher stellte sich der Zug nach und nach in den Seitenstraßen auf. Dann ging es los, wobei an drei Stellen im Ort Moderatoren durchs Programm führten: Bernhard Alban (Rosensaal), Erhard Walther (Rosenmuseum) und Jürgen Michel (Ehrentribüne).

Zwischen den Prunkwagen präsentierten sich Vereine, Königinnen und Gruppen mit farbenfrohen Kostümen oder Tänzen. Da es heiß war, kamen kleine Gesten gut an, die den Besuchern Kühlung brachten. Etwa, als der Oldtimerclub Steinfurth Wasser in die Menge spritzte. Mit der Gestaltung der Prunkwagen hatten sich die Vereine viel Arbeit gemacht.

Der Sportverein 1930 hatte sich das Thema »Give Peace a Chance« ausgesucht. Wie Ulrich Göbel schilderte, muss das Motto für den Wagen stets im März feststehen. Als der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausbrach, sei das Friedensthema klar gewesen. »Wir haben das große ›Peace‹-Zeichen in blau und gelb drauf, es kommt auch Musik vom Wagen, nämlich ›Give Peace a Chance‹ und ›Imagine‹ von John Lennon«, erläuterte er.

Wie Thorsten Jung vom Verein »Flottweg« schilderte, überlegten sich die Radfahrer das Motto Elvis. »Er ist in Bad Nauheim kein unbeschriebenes Blatt und wir haben auch Elvis-Interpret Kevin Löhr dabei.« Die »Freunde Steinfurth« präsentierten sich mit »Des Stöffche muss ins Gerippte« und einem großen Bembel. »Wir sitzen das eine oder andere Mal abends zusammen, leeren einen Bembel und wollten einen Spezialeffekt einbauen«, erzählten Lukas Clotz und Tobias Kreuzer, wie die Idee entstand. Mit der »Osterhasenwerkstatt« hatte sich der Angelsportverein für einen fantasievollen Entwurf entschieden. »Wir hatten ja auch schon den Nikolaus im Sommer, denn man muss auch mal gegen den Strom schwimmen«, lachte Günter Behr.

»1001 Nacht« lautete die Devise beim Turnverein mit fliegendem Teppich, Frauen in orientalischen Gewändern und einer Fußgruppe, die den Wagen begleiteten. Musik ertönte: »Jeder sollte einmal reisen in das schöne Lummerland.« Das war beim Wagen der Freiwilligen Feuerwehr. »Wir haben ›Eine Insel mit zwei Bergen‹ aus Jim Knopf als Thema, mit der Lokomotive Emma«, schilderte Brandschützer Peter Hess.

Inspiriert zu »Alice im Wunderland« wurde der Kleintierzuchtverein laut Silke Agel, »weil es ein schöner Walt-Disney Film ist und viele Kinder mitmachen können«. Der Nachwuchs war auch bei vielen anderen Prunkwagen mit von der Partie, etwa bei »Asterix und Obelix« vom Gesangverein Frohsinn. Hinten auf dem Wagen stand »Miraculix« und verteilte »Zaubertrank« an kleine Kinder, was bei der Hitze gut ankam. Zu den Höhepunkten gehörte auch der Wagen von Rosenkönigin Sophia, gezogen von den Pferden Bendix und Marco aus Lahnau.

Zufrieden war am Ende der Vorsitzende des Korso-Ausschusses, Sascha Pfeiffer. »Es hat alles gut geklappt, bis auf zwei krankheitsbedingte Absagen waren alle Zugnummern dabei«, sagte er. Alles sei gut gelaufen, sehr schön und auch über die vielen Besucher freute sich Pfeiffer.

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