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Gegen das Vergessen

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Von: red Redaktion

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Die Abschlussklassen der Bad Nauheimer Solgrabenschule besuchen die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar als Ergänzung zum Geschichtsunterricht. © pv

Bad Nauheim (pm). In einer ganztägigen Exkursion haben die Abschlussklassen des Mittleren Bildungsgangs der Solgrabenschule die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald besucht. Dieser Ausflug ist fest im Schulprogramm der Solgrabenschule verankert und wird mit den Abschlussklassen jährlich durchgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Exkursion ergänzt Unterricht

Verbunden mit dem Unterrichtsschwerpunkt »Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg« wurde die Exkursion bereits zuvor im Unterricht intensiv vorbereitet. Dabei seien die Schüler mit zeitgenössischen Text- und Bildquellen konfrontiert worden, die die schrecklichen Verbrechen gegen Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma sowie weitere soziale und politische Gruppierungen deutlich gemacht hätten. Der Besuch des außerschulischen Lernortes KZ Buchenwald sei hierbei eine wichtige Ergänzung gewesen, welche das Ausmaß der Verbrechen des NS-Regimes gegen die Menschlichkeit deutlich gemacht habe.

Bevor die Führung durch das Konzentrationslager begann, sei den Schülern ein Film präsentiert worden, welcher nicht nur die Geschichte von Buchenwald, sondern auch die Berichte verschiedener Zeitzeugen zum Inhalt hatte.

Gerade durch die Aussagen der einzelnen Zeitzeugen wurde den Solgraben-Schülern bereits dort das Ausmaß der unmenschlichen Bedingungen im KZ Buchenwald zur Zeit des NS-Regimes deutlich, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Danach begannen die einzelnen Führungen durch das Konzentrationslager. Klassenweise wurden die Schüler von einem Tour-Guide durch das Konzentrationslager geführt. Diese nahmen sich hierbei besonders viel Zeit für die Emotionen und Gedanken der Schüler und beantworteten alle ihre Fragen.

Besonders betroffen hätten die Schüler folgende Stationen gemacht: Das Krematorium, das Eingangstor mit der Inschrift »Jedem das Seine« sowie der Blick auf die Lageruhr, welche heute noch immer den Zeitpunkt der Befreiung festhalte. Besonders berührt habe die Schüler zudem die in den Boden eingelassene Metallplatte, die den ehemaligen Gefangenen ein Denkmal setzen soll. Als Inschrift trägt die Platte alle Nationalitäten der ehemaligen Gefangenen.

Metallplatte mit Körpertemperatur

Eindrucksvoll sei auch gewesen, dass die Metallplatte das ganze Jahr über die Körpertemperatur eines Menschen habe. Durch das Berühren der Platte konnten die Schüler so den Opfern gedenken und einen Moment innehalten.

Ein Dank der Bad Nauheimer Solgrabenschule gehe insbesondere an den Wetteraukreis, der die Exkursion finanziell unterstützt und ermöglicht habe. Der Ausflug sei auch als besondere außerschulische Veranstaltung zu werten, die aufgrund der Pandemie in den letzten beiden Jahren nicht habe stattfinden können.

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