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Grenzen respektieren

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Von: red Redaktion

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Körpersprache: Projektleiter Andreas Lindemann mit teilnehmenden Schülern. © pv

Bad Nauheim (pm). Eine schnelle Umarmung, ein Kuss auf die Wangen zur Begrüßung oder ein schlichtes »War doch nur Spaß, du musst nicht gleich ausflippen!«, sind Situationen, die die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8f der Solgrabenschule in Bad Nauheim aus ihrem Alltag nur zu gut kennen.

Doch was tun, wenn eigene Grenzen überschritten werden? Wenn man lieber Nein statt Ja sagen möchte? Dieses Themas nahm sich die Klassenlehrerin Daniela Mir Monsef mit Unterstützung der Schulsozialarbeit der Solgrabenschule an, woraus zwei umfangreiche Projekttage entstanden sind.

Im ersten Teil des Projekts wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, welche Berührungen unangenehm sein können und warum. Mithilfe von Rollenspielen, Filmen und Comics präsentierten sie Alltagssituationen, die sie gleichzeitig zur Reflektion eigener Gefühle und Eindrücke nutzten. Dank der Unterstützung durch Andreas Lindemann vom Fitnesstreff in Bad Nauheim, erhielten die Jugendlichen erste Einblicke in das Thema Selbstverteidigung. Seinen eigenen Körper bewusst einzusetzen und durch Körpersprache eigene Bedürfnisse zu vermitteln, »waren ganz neue Erfahrungen« für einige Jugendliche. Lindemann zeigte Griffe und Tricks, um sich selbst zu schützen und verriet, dass nicht nur Technik wichtig sei, sondern ebenso Lautstärke. Aufmerksamkeit erregen, um Hilfe zu bekommen, das Wissen, dass man immer »nein« sagen darf, wenn man es selbst möchte und körperlich zu werden, wenn es sein muss, sind Punkte, »die uns geprägt haben«.

Fazit: Grenzen setzen ist immer erlaubt, Grenzen akzeptieren eine Voraussetzung für ein gutes Miteinander. Wenn das mehr Mitmenschen verinnerlichen würden, wäre der Alltag oft leichter.

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