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Große Hitze, viel Unterhaltung

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Von: red Redaktion

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Monica Keichel (l.) und Ursula Enke stellen die Rose in den Mittelpunkt. Oben Sonja Rohde (l.) und Mariechen Schrauth. © pv

Bad Nauheim . Angesichts der Hitze an diesem Tag sind die vom »Teichhaus« zur Verfügung gestellten Fächer bei den Besuchern des Sommerfestes des Senioren-Clubs Bad Nauheim sehr willkommen gewesen. Vorsitzende Sonja Rohde begrüßte die Anwesenden, und Erster Stadtrat Peter Krank hob die Bedeutung des Ehrenamtes hervor.

In dem anspruchsvollen Programm hatte die Rose die Hauptrolle. Monica Keichel und Ursula Enke trugen Gedichte, Prosatexte, Musikstücke für Piano und Lieder über die Königin der Blumen vor. Die von Keichel mit Bedacht ausgewählte Lyrik von Rückert, Heine, Busch, Seidel und anderen Dichtern spannte einen Bogen vom Besinnlichen, von an die Zeit des Rokoko erinnernder Schäferlyrik und der Begeisterung für die Rose bis hin zu Ironie, Spott, Sarkasmus und herbem Realismus: So verfasste Wilhelm Busch ein Gedicht über die der Rose nicht gerade zuträglichen Blattläuse und deren Feinde, die Schlupfwespen. Karl Heinrich Waggerl, einen der vielen prominenten Bad Nauheimer Kurgäste, ließ Monica Keichel ebenso zu Wort kommen wie den nach ihren Worten zu Unrecht vergessenen, in Friedberg geborenen Schriftsteller Henry Benrath. Sie las längere Abschnitte aus Benraths Spaziergang durch die Rosenfelder von Steinfurth.

Beiträge der Mitglieder sind bei den Treffen des Senioren- Clubs an jedem letzten Donnerstag im Monat gerne gesehen. Applaus erhielt Mariechen Schrauth für ein Dankgedicht an Sonja Rohde und für den Vortrag von Erika Keils »Die Perlekett«. Die Bad Nauheimer Mundartdichterin schildert darin die verzweifelte Suche nach einer Perlenkette, die jedoch ordnungsgemäß den Hals ihrer Besitzerin schmückt.

Ein Post-Problem schilderte Anne Marie Mörler: Im Mai wurde das Monatstreffen des Senioren-Clubs wegen des Himmelfahrtstages verlegt, und die Mitglieder wurden per Post darüber informiert. Leider erreichten viele Briefe ihre Adressaten nicht, weshalb eine größere Gruppe am Feiertag vor den verschlossenen Türen des Erika-Pitzer-Begegnungszentrums stand. Sonja Rohde improvisierte rasch und alle erlebten einen schönen Nachmittag im Café am Ludwigsbrunnen. Brigitte Lepper

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agl_SeniorenclubSonjaRoh_4c © pv

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