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James-Bond-Motto und ein Schnitt von 2,12

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Kiara Müller hat das beste Abitur und erhält ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Schulleiterin Uta Stitterich überreicht die Urkunde. © pv

Bad Nauheim (pm). Unter dem Motto »Cabino Royal« sind die Abiturientinnen und Abiturienten der Ernst-Ludwig-Schule in einer akademischen Feierstunde verabschiedet worden. Dabei war die Übergabe der Zeugnisse in zwei Teile unterteilt, um der Veranstaltung einen persönlicheren und feierlicheren Rahmen zu verleihen.

Schulleiterin Uta Stitterich begrüßte die Anwesenden und leitete zum großen ELS-Orchester unter der Leitung von Clemens Duchardt über, für das der Auftritt anlässlich des Abiturs immer ein besonders emotionaler Moment ist, heißt es doch, sich wieder von langjährigen Orchestermitgliedern zu verabschieden.

Vier Mal Bestnote 1,0

Gespielt wurden »Suspiros de Espana« (Pasodoble, Antonio Alvarez, Arr. John G. Mortimer), »L’Amistat« (Pasodoble para banda, Ferrer Ferran, Arr. Claudia Drechsler), »Libertango« (Astor Piazolla, Arr. Marco Somadossi), »Palladio« (Karl Jenkins, Solisten: Katharina Mewes, Violine, Simon Löffelholz, Violine), »Cinema Paradiso« (Ennio Morricone, Arr. Jan van Kraeydonck, Solistin: Anisia Dubiela, Flügelhorn).

Stitterich gratulierte den Abiturienten zum Abitur und richtete Dankesworte an alle, die zum Gelingen der Prüfungen und der Feierstunde beigetragen hatten. Die Schulleiterin kam auf das Abi-Motto zu sprechen, das an einen James-Bond-Film angelehnt war. Wie der Geheimagent in seinen Filmen einem ständigen Wandel unterliege, so stehe ein solcher Wandel auch den Abiturienten bevor. Sie bezeichnete »Cabino Royal« als perfektes Motto, um »mit Stil, Charme und Glanz« zu feiern.

100 Abiturientinnen und Abiturienten hatten das Abitur bestanden, dabei gab es viermal den Durchschnitt 1,0, der Schul-Durchschnitt lag bei 2,12.

Im Zuge steigender Verantwortung im Leben nach dem Abitur sei es in einer digitalen Welt wichtig, sich auf reale Menschen statt ausschließlich auf digitale Begegnungen zu verlassen, sagte die Oberstudiendirektorin. Gleichermaßen wichtig seien »die Fähigkeit des Zuhörens, des Erkennens von Grenzen und des Eingehens auf sein Gegenüber«. Stitterich gab den Abiturienten einige Wünsche mit auf den Weg: So mögen die jungen Menschen »ihre eigenen Erfahrungen machen, neugierig bleiben oder werden, ihren Weg finden, um ihr Leben zu leben, die Welt bereisen und über den Tellerrand schauen, in der Lage sein, auch für andere Verantwortung zu übernehmen, ohne diese zu diktieren, dazu beitragen können, die Welt als lebenswerten Ort zu erhalten«.

Besonders gute Noten gewürdigt

Abschließend appellierte sie an die Abiturienten, dass dauerhaftes Übernehmen von Verantwortung, Mitgestalten und Zuverlässigkeit Dinge seien, die die eigene Persönlichkeit und auch demokratische Gesellschaften prägten.

Zahlreiche Abiturienten erhielten neben ihren Abiturzeugnissen auch besondere Auszeichnungen. So ehrte Johannes Hoeltz als Vertreter des Rotary-Clubs Bad Nauheim-Friedberg Evelyn Best nicht nur für gute Noten, sondern auch für soziales Engagement. Für die Studienstiftung des deutschen Volkes wurden Iram Khalil, Liv Ehlert und Kiara Müller vorgeschlagen. Vom Verein der Freunde der ELS, der traditionell herausragendes schulisches Engagement würdigt, hat Mira Dahler eine Auszeichnung für besonderes Engagement für den Jahrgang erhalten, Kiara Müller für das beste Abitur.

Sandra Wolf, Leiterin des Fachbereichs I, zeichnete Sarah Jostmeier für das beste Deutsch-Abitur aus, Stephan Schröder, Leiter des Fachbereichs III, überreichte den Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung an Neele Werbelow, den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an Iram Khalil und den der Gesellschaft Deutscher Chemiker an Justin Balzer.

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