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Lieder, die sie lieben

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Pop, Schlager, eingängige Klassiker oder Folk: Kathy Kelly und Jay Alexander singen Stücke, die sie fast ihr ganzes Leben begleiten. Daraus ist das Album »Unter einem Himmel - Just one Sky« entstanden. © Loni Schuchardt

Bad Nauheim (har). Vor zwei Jahren brachten Startenor Jay Alexander und Kathy Kelly, langjähriges Mitglied und Produzentin der Kelly Family, ihr gemeinsames Album »Unter einem Himmel - Just one Sky« heraus. Am Sonntagabend gastierte das Duo in der voll besetzten Dankeskirche.

»Unser Album ist ein Sammelsurium aus Pop, Folk, Klassik und sogar etwas Rock, also Cross-over«, meinte Alexander. Tatsächlich lässt sich die Intention des Duos nicht besser beschreiben. Sie singen einfach die Lieder, die ihnen gefallen. Manche haben sie fast ihr ganzes Leben begleitet.

Dazukommen neue Songs, von denen einige in Richtung Pop-Schlager gehen, meist zweisprachig gesungen, aber auch religiöse Themen greifen die beiden auf. Und so eröffnete das Duo den Abend mit seinem feierlichen Song »Dieses Lied ist ein Gebet«, passend für ein Konzert, in dieser »wunderschönen Kirche«, sagte Alexander, der überwiegend durch den Abend führte und nicht nur als hervorragender Sänger, sondern auch als Moderator mit den immer passenden Worten zu den Liedern brillierte.

Beeindruckt von der Dankeskirche

Die Besucher konnten sich gleich mehrmals im Verlauf des Abends über Alexanders Aussagen freuen. So zeigte er sich nicht nur vom Ambiente der Kirche, sondern auch von dem »wunderschönen Städtchen« begeistert. »Und es ist mit Elvis ein geschichtsträchtiger Ort« ergänzte Kathy Kelly.

Auch die Journalisten hatten Grund zur Freude: Bei einer Umfrage Alexanders stellte sich heraus, dass mehr als zwei Drittel aller Besucher über die Printausgabe dieser Zeitung von dem Konzert erfahren hatten. »Das freut mich sehr, das ist sehr gut«, meinte Alexander als bekennender Zeitungsleser.

Nach dem sehr gefühlvollen Auftakt ging es mit dem CD-Titelsong »Unter einem Himmel/Just one Sky« mehr in Richtung Pop-Schlager und die Edelfans sangen den Refrain lautstark mit. Den Song nutzte Alexander zu einem Statement in Sachen Frieden: »Man sollte sich an die Spielregeln halten, die uns mitgegeben wurden. Das ist seit einem Jahr nicht der Fall. Hoffen wir, dass es bald wieder sein wird, wie es sein soll.«

Nach dem relativ ernsten Beginn wurde es fröhlich mit dem Song »Jambola«. Immer wieder wechselten die beiden das Genre. Das begründete Alexander so: »Wir lieben Brüche.« Die Besucher liebten diese Einstellung ebenso, gingen immer begeistert mit, auch bei den Lieblingssongs des Duos, die teilweise auf der CD zu finden sind. Alexander überzeugte mit seiner Version des Righteous-Brothers-Klassikers »Unchained Melody«, ebenso wie Kathy Kelly mit ihrem Lieblingssong »Mary did you know«. »Das ist eigentlich ein Weihnachtslied, passt aber bestens in die Kirche«, ergänzt Alexander.

Auch die Klassik kam nicht zu kurz, unter anderem mit der bekannten Arie »Amor ti vieta« von Umberto Giordano, für die Alexander mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Gleiches galt für die Arie »Vissi d’Arte« von Giacomo Puccini, mit der Kelly als stimmgewaltige Opernsängerin brillierte.

»Kathy hat sich 2001 einen Traum erfüllt und klassischen Gesang studiert«, erläuterte Alexander. Studiert hatte sie in Spanien, denn »ich liebe die spanische Sprache«, sagte Kathy Kelly, die den Kelly-Family-Welthit »Angel« mit spanischem Text sang und sich dabei auf der Gitarre begleitete.

»Angel« auf Spanisch

Auch der erste Hit der Familienband »Who come with me« sang Kathy, die sich dabei mit der »Quetschkommode« (Alexander) begleitete. Immer wieder wurden das Duo und seine drei hervorragenden musikalischen Begleiter begeistert gefeiert, so wie am Keyboard, Professor René Möckel, bekannt auch als Komponist, Arrangeur, Produzent und Dirigent. Den groovigen Bass spielte Jan Kirsten, der viele Jahre Mitglied der DDR-Kultband Karussell war, dritter hervorragender musikalischer Begleiter war Schlagzeuger Marcel Weishäuptl.

Die gut zweistündige Reise quer durch die Musikwelt endete mit gefühlvollen Klassikern wie »Amazing Grace«, Leonard Cohens »Halleluja« und »You raise me up« des Norwegers Josh Groban, bekannt als Superhit der Boyband Westlife. Ein letztes Mal dankten die Besucher stehend den Akteuren vor dem Altar für einen musikalischen Hochgenuss.

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