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Manege frei für die Wettertalschüler

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Von: red Redaktion

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Innerhalb einer kurzen Zeit haben die Kinder tolle Sachen einstudiert. Mit dem Ergebnis wissen sie zu begeistern. © pv

Bad Nauheim (pm). »Manege frei« hieß es am Freitag für die Schülerinnen und Schüler der Wettertalschule in Rödgen und Schwalheim. Eine Woche lang hatten etwa 180 Kinder ihre Klassenzimmer gegen das Zirkuszelt hinter dem Rödgener Schulgebäude getauscht. Gemeinsam mit ihren Lehrern und den Zirkuspädagogen des Kinderzirkusses »Dobbelino« trainierten sie für die beiden Vorstellungen.

Statt Deutsch und Mathe standen Akrobatik und Artistik auf dem Stundenplan.

Großer Auftritt bei zwei Vorstellungen

Das Ergebnis war ein voller Erfolg: Seiltänzerinnen balancierten mit Regenschirm und Friesennerz wagemutig übers dünne Stahlseil. Jongleure liefen auf Kugeln durch die Manege. Tellerdreher, Leiterakrobaten und viele mehr brachten das Publikum zum Staunen - und zum Lachen. Die Bürgerstiftung »Ein Herz für Bad Nauheim« hat das Zirkusprojekt mit 1000 Euro unterstützt. »Selbst gestalten, selbst aktiv werden, selbst erleben - ein Weg zurück in die dreidimensionale Welt« lautet das Motto des Kinderzirkusses »Dobbelino«. »Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit den Eltern das Zirkusprojekt auf die Beine gestellt haben«, sagte Schulleiterin Katharina Merkel. »Wir wollen damit die Freude an Bewegung sowie die Fantasie und die Kreativität der Kinder fördern.« Nach zwei Jahren Corona-Pandemie sei das wichtiger denn je. Die Pandemie hatte dafür gesorgt, dass das Zirkusprojekt mehrfach verschoben wurde. Unter einem strikten Hygienekonzept durften die Kinder nun trainieren und ihr Können bei zwei Vorstellungen präsentieren. Freude und Stolz waren den Kindern bei jedem Auftritt anzusehen. Furchtlos sprangen die Trampolinartisten über brennende Fackeln. Als Piraten verkleidete Kinder schwangen am Trapez hoch oben im Zelt. Andere bewegten sich auf rollenden Brettern durch die Manege oder sorgten mit leuchtenden Bällen für eine Lichtershow.

»Wir sind begeistert, was die Kinder in so kurzer Zeit von den Artisten gelernt haben«, sagte Oliver Cleblad, Vorsitzender des Elternbeirats der Wettertalschule. Das Projekt habe das Selbstbewusstsein der Kinder enorm gestärkt und ihnen viel Freude bereitet. Sein Dank gelte auch den vielen Eltern, die beim Auf- und Abbau des Zirkuszeltes, bei der Organisation und dem Kuchenverkauf geholfen haben.

Geld für ukrainische Zirkusschule

»Uns war es ganz wichtig, dass wir bei unserem fröhlichen Zirkusfest das Leid der Menschen in der Ukraine nicht vergessen«, ergänzte die Schulleiterin. Die Schülerinnen und Schüler bastelten Spendenboxen und sammelten in den Pausen rund 500 Euro. Das Geld kommt einer geflüchteten ukrainischen Zirkusschule zugute, die der Zirkus »Dobbelino« bei sich aufgenommen hat.

So haben die Wettertalschüler gleich in mehrfacher Hinsicht gelernt: Gemeinsam können wir viel erreichen. Dafür gab’s am Ende der Zirkusvorstellungen kräftigen Applaus.

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