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Marion Houck und ihr Einsatz für Geflüchtete

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Von: red Redaktion

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Marion Houck nimmt die Auszeichnung von Steffen Ackermann entgegen. © pv

Bad Nauheim (pm). Marion Houck, Inhaberin des Bad Nauheimer H&P Hostels, hat kürzlich als eine von 16 Personen im Rahmen eines Festakts der DEHOGA Hessen am Tag des Gastgewerbes in Wiesbaden den Orden für besonderes humanitäres Engagement gegenüber den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine verliehen bekommen. Die Präsidentin des Hessischen Landtags, Astrid Wallmann, habe in ihrem Grußwort »das selbstlose Engagement der Ausgezeichneten als beispielgebend und großen Beitrag für die Gesellschaft« gewürdigt, heißt es in einer Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Hessen.

Der Verband rückte Hotelunternehmer, Gastronomen, Mitglieder der orthodoxen Kirchengemeinde und russischstämmige freiwillige Helfer in den Mittelpunkt der feierlichen Auszeichnung, zu der über 350 Gäste ins Kurhaus nach Wiesbaden kamen.

Unterbringung und Integration

Marion Houck wurde für die Aufnahme mehrerer Familien sofort nach Beginn des Krieges ausgezeichnet. Der DEHOGA nennt die »sehr umsorgende und persönliche Betreuung mit viel Engagement insbesondere für Kinder und traumatisierte Mütter«. In der Würdigung wird auch Houcks Einsatz für Integration erwähnt, diesbezüglich werden Schulbesuche für die Kinder, Deutschkurse und kostenlose Unterbringung genannt. Die Geehrte selbst verwies gegenüber dieser Zeitung auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Nauheim um Bürgermeister Klaus Kreß, dem Stadtmarketing mit dessen Geschäftsführer Harald Hock und mit dem Flüchtlingskoordinator Aydin Yilmaz.

Der Fuldaer Hotelier und Vizepräsident des DEHOGA Hessen, Steffen Ackermann, der die Auszeichnungen vornahm, sagte über die in Wiesbaden Ausgezeichneten: »Sie haben sich in einer persönlichen und herzanrührenden Weise um die Menschen gekümmert und ein starkes Zeichen der Mitmenschlichkeit und Gastfreundschaft gesetzt. Damit haben sie sich auch um den Ruf des Gastgewerbes, das selbst gerade durch die Corona-Pandemie krisengeschüttelt ist, verdient gemacht.«

Das Engagement sei vielfältig. In einigen Hotelbetrieben seien weiterhin Menschen aus der Ukraine untergebracht. Zeitweilig hätten die nun Ausgezeichneten in den ersten Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Hunderte Geflüchtete erstversorgt, ihnen eine sichere Zuflucht gewährt und erste Orientierung nach ihrer Flucht in einem fremden Land gegeben. Restaurants hätten über Wochen und Monate kostenlos Essen geliefert und Spenden gesammelt, Kleidung und Spielsachen für die Kinder. Es sei intensive Unterstützung bei der weiteren Wohnungsvermittlung, bei der Integration durch Beschäftigung oder auch der Suche nach Kindergartenplätzen geleistet worden.

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