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Noch ohne Sportbecken: Usa-Wellenbad eröffnet Freiluftsaison

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Sascha Rieck, Betriebsleiter des Usa-Wellenbads, nimmt Wasserproben, die erforderlich sind, um die Öffnung des Sportbeckens am 4. Juni zu ermöglichen. FOTO: PKU © Patryk Kubocz

Am Dienstag haben die Betreiber des Usa-Wellenbads die Pforten für die Sommersaison geöffnet, auch wenn das Sportbecken Besuchern noch nicht zur Verfügung steht.

Das Usa-Wellenbad in Bad Nauheim hat am vergangenen Dienstag die Außenbecken und damit auch die Sommersaison eröffnet. Das Kinderplantsch- und Nichtschwimmerbecken sowie die Liegewiese stehen den Besuchern bereits zur Verfügung. Nur das große Sportbecken, mit den 50-Meter-Bahnen und dem Sprungturm, wird noch bis zum 4. Juni nicht benutzbar sein. »Obwohl das Sportbecken bereits gefüllt ist, dürfen wir es erst freigeben, wenn die Beprobung des Wassers abgeschlossen ist«, erklärt Betriebsleiter Sascha Rieck.

Bis das Sportbecken alle Tests durchlaufen hat, können Schwimmer im Nichtschwimmerbecken, bei einer Wassertemperatur von 24 Grad, zumindest die 25-Meter-Bahnen nutzen. Erst wenn das große Sportbecken wieder eröffnet ist, soll die Wassertemperatur auf 26 Grad erwärmt werden.

In den Wochen vor der Sommersaison entschied sich die Leitung des Bades dafür, das Wasser des Hallenbades in das Außenbecken umzupumpen. Durch diese Maßnahme kann das Bad die 2,5 Millionen Liter des Wellenbeckens weiterverwenden. »Dadurch tun wir der Umwelt etwas Gutes. Normalerweise würden wir das Wasser der Kanalisation zuführen. Unter anderem der niedrige Grundwasserspiegel zwingt uns, die Hauptressource eines jeden Schwimmbades zu schonen und behutsam damit umzugehen«, sagt Rieck. Neben dem nachhaltigen Gedanken dieses Schrittes ist dieser aber auch wirtschaftlich notwendig, denn »durch die steigenden Energiepreise wollen und können wir es uns nicht mehr leisten, temperiertes und aufbereitetes Wasser abzuführen und Frischwasser in diesen enormen Mengen wieder zu erwärmen«, erklärt der Betriebsleiter und sagt weiter: »Durch das Umpumpen des Wassers können wir derzeit keinen Parallelbetrieb der B äder, wie in der Vergangenheit, a nbieten. Unter den aktuellen Vorzeichen und Energiepreisen wäre eine solche Lösung wirtschaftlich nicht tragbar.

Während der Schließungszeit des Hallenbades sollen dort aufwendige technische Revisionsarbeiten durchgeführt werden. Sascha Rieck beschreibt: »Neben den üblichen Reinigungs- und Renovierungsarbeiten werden wir auch die Becken-Hydraulik am Wellenbecken überarbeiten. Nach den neusten Richtlinien der Wasseraufbereitung muss 100 Prozent des Wassers über die Rinnen in die Filtrationsanlagen abgeführt werden. Dies soll mit der Veränderung gewährleistet werden.«

Hoffnung auf normalen Sommer

Von der jetzt startenden Sommersaison erwartet der Betriebsleiter des Bades allen voran Normalität. Er hofft, dass »unter guten Wetterbedingungen und dem Ausbleiben von Einschränkungen durch Corona die bevorstehende Sommersaison an die Zahlen aus 2019 erinnert.«

Eine Gefahr, dass die Heim-Swimming-Pools, derer Zahl laut dem Bundesverband für Schwimmbad und Wellness in der Corona-Zeit massiv gestiegen ist, den Freibädern den Rang abgelaufen haben, sieht der Betriebsleiter nicht . »Natürlich sind solche Anlagen eine tolle Sache, aber ich denke, dass die Menschen auch mal wieder aus dem Haus rausgehen wollen. Allen voran die Jugendlichen wollen sich wieder untereinander treffen - das ist hier im Bad sehr gut möglich, ohne dass die Eltern einen ständig im Blick haben.«

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