agl_har_Turmweihnacht_3__4c
+
Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Hammann (l.) und Vorsitzender Dr. Thomas Schwab (M.) erläutern Stefanie Winter und Jürgen Zimmermann die aktuellen Pläne für die Windmühlen-Rekonstruktion.

Romantische Turmweihnacht

  • VonHarald Schuchardt
    schließen

Bad Nauheim (har). Eine gelungene Premiere feierte die Turmweihnacht, zu der der »Verein Wind- und Wasserkunst« am vierten Adventssonntag eingeladen hatte. Zur Freude des Vorsitzenden Dr. Thomas Schwab und seiner Mitstreiter waren viele Besucher gekommen, um zum einen den Windmühlenturm zu besichtigen und sich über den aktuellen Stand der Windmühlenplanung an der »Langen Wand« zu informieren.

Zum anderen waren lukullische Köstlichkeiten gefragt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit war der illuminierte Turm geöffnet. Nach den geltenden 2G-Regeln konnten maximal sechs Besucher gleichzeitig den 25 Meter hohen Turm über die alte Holztreppe im Innern besteigen.

Verantwortliche optimistisch

Ein Angebot, das von den Besuchern sehr gut angenommen und mit vielen Spenden quittiert wurde. Kurz nach 16 Uhr wurde der Turm geschlossen und das hatte einen ganz einfachen Grund: »Wir haben noch keine Beleuchtung im Turminnern«, sagte Schwab, der mit seinen Vorstandskollegen immer wieder den aktuellen Stand der Rekonstruktion der Mühle erläuterte, so auch Stefanie Winter und Jürgen Zimmermann aus Altenstadt.

»Wir haben davon in der Zeitung gelesen und sind extra hergefahren. Wir finden es richtig gut, dass sich Menschen dafür einsetzen, dass solche alten Bauwerke saniert werden«, sagt Stefanie Winter.

Ein Lob, das Schwab und seine Mitstreiter gerne hören, zumal die Rekonstruktion nun langsam Fahrt aufnimmt. »Wir werden im Frühjahr mit dem Bau der Galerie auf knapp halber Höhe des Turms beginnen«, freute sich der 2. Vorsitzende Armin Häfner, und erläuterte, dass eine solche außenliegende Galerie für den Windmühlenbetrieb erforderlich ist. Derweil erklären Schwab und Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Hammann den Besuchern aus Altenstadt, wie die dann südlichste Mühle Deutschlands funktionieren soll.

»Wir sind derzeit sehr optimistisch«, sagte auch Schatzmeister Volker Karl, während er am Turmeingang auf die letzten »Turmbesteiger« wartete. Am frühen Abend unterhielt das Blechbläserensemble der Ernst-Ludwig-Schule unter dem Motto »Fanfaren für Flügel« die Besucher mit weihnachtlichen Melodien.

Fanfare von der Promenade

Ursprünglich war geplant, dass drei Bläser vom Turm herab spielen, doch das wurde wegen der Dunkelheit im Turm verworfen. So wurde die erste Fanfare von der höher liegenden Promenade herab auf die Besucher heruntergeblasen, bevor sich das Trio zu seinen Mitspielern unterhalb des Turms gesellte.

Viel Beifall gab es von den inzwischen weit über 100 Besuchern, die sich, gut verteilt, über den Mix aus deutschen und internationalen Weihnachtsliedern freuten. Zwischen den Liedbeiträgen begrüßte Vorstandsmitglied Christian Purschke die Zuhörer und warb um weitere Spenden für die Windmühlen-Rekonstruktion.

»Wir wollten mit dieser Veranstaltung dazu beitragen, dass wir unser Vorhaben bald verwirklichen können, das ist uns gelungen«, zog Schwab ein positives Fazit der ersten »Winterveranstaltung« des Vereins »Wind- und Wasserkunst« als Ersatz für ausgefallene größere Veranstaltungen in diesem Jahr.

agl_har_Turmweihnacht_1__4c
agl_har_Turmweihnacht_2__4c
Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare