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Senioren üben Bank-Kritik

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Von: red Redaktion

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Bad Nauheim (pm). Stephanie Müller als Referentin für Unternehmenskommunikation und Vertriebsdirektor Marco Lehmann , beide von der Sparkasse Oberhessen, haben in der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats Bad Nauheim Rede und Antwort gestanden. Dass Banken zwecks Einsparungen bei den Mitarbeiter- und Betriebskosten immer stärker auf Online-Banking statt auf persönliche Beratungsgespräche setzten, sei gerade gegenüber der älteren Generation eine unbillige Härte, hieß es aus dem Seniorenbeirat.

Filialschließungen und kürzere Öffnungszeiten wurden beklagt.

Die Zweite Vorsitzende des Seniorenbeirats, Brigitte Peukert, kritisierte die aus ihrer Sicht zu langen Warteschleifen beim Versuch, Sparkassenmitarbeiter telefonisch zu erreichen. Die beiden Mitarbeiter der Sparkasse hätten versucht, die Anliegen des Seniorenbeirats verständnisvoll aufzunehmen, dabei aber nicht alle überzeugt, heißt es in einer Pressemitteilung des Seniorenbeirats.

Im Blick auf die Schließung von Filialen wurde auch das Thema »mobile Filialen« angesprochen, wobei Stephanie Müller berichten musste, dass die früher genutzten Bankmobile wegen zu geringer Resonanz ihren Betrieb hätten einstellen müssen.

Der Leiter des Fachbereichs für Soziales bei der Stadt Bad Nauheim, Jochen Mörler, kritisierte die Kommunikation seitens der Sparkasse in Sachen Filialschließungen. Man habe nicht genügend versucht, die Hintergründe und Konsequenzen den Kunden der Bank nahezubringen. Einig waren sich alle Anwesenden, dass dieses Gespräch unbedingt fortgesetzt werden solle.

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Sitzung stand ein Referat von Dr. Ulla-Ira Stamm über die Probleme von Rollstuhlfahrern und Sehbehinderten in Bad Nauheim. Sie wies auf Mängel in der Stadt hin, die die Mobilität dieser beiden Zielgruppen stark einschränken würden. Stamm setzte den Schwerpunkt auf das Thema Bodenindikatoren. Sie helfen sehbehinderten und blinden Menschen bei der Orientierung, etwa an Ampeln oder Fußgängerüberwegen. Laut Stamm gibt es in Bad Nauheim falsch eingesetzte Bodenplatten. Sie überzeugte den Seniorenbeirat davon, sich für Neubau und Überprüfung von Bodenindikatoren anhand der geltenden DIN-Normen einzusetzen.

Am Ende einer langen Sitzung brachte der Zweite Vorsitzende des Gremiums, Dr. Ulrich Becke, noch das Thema Seniorinnen und Senioren unter den Ukraine-Flüchtlingen zur Sprache. In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wird sich der Seniorenbeirat für die Einrichtung woanders gut erprobter Sprachcafés für ältere Flüchtlinge einsetzen, um ihnen die sprachliche Integration in einer angenehmen Atmosphäre zu erleichtern.

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