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Sommerklänge im Waldpark

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Von: red Redaktion

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Sommerliche Matinee unter grünem Blätterdach: Etwa 80 Zuhörer lauschen an der Thaler-Hütte den Klängen des Ensembles. © pv

Bad Nauheim (pm). Auf Einladung der Bürgerinitiative Waldpark-Skiwiese gastierte das Ensemble »Saitensprünge« an der Thaler-Hütte - eine sommerliche Matinee unter dem grünen Blätterdach des Waldparks.

Nachdem vor zwei Jahren Corona und im vorigen Jahr ein Unwetter die Musik im Wald verhindert hat, glückte in diesem Sommer ein unvergessliches Sinneserlebnis in zauberhaftem Ambiente. Man hatte den Eindruck, als ob die Vögel ihren Gesang unterbrechen, um ebenfalls zu lauschen, als die Harfe mit dem Titel »Das Murmeln im Fluss« die musikalische Reise durch Lateinamerika und Südeuropa eröffnete.

Danach demonstrierten Volkslieder aus der Ukraine und Russland, dass Musik keine Sprache braucht, um Brücken zu bauen und Menschen, Kulturen und ganze Länder zusammenzuführen.

Nach der Pause wurde der musikalische Bogen noch weiter gespannt. Von Irland und England führte der Weg auf den europäischen Kontinent, danach nach Arabien, Afrika sowie Hawaii und zeigte, wie sich das Leben der Völker in ihren Liedern widerspiegelt. Musik als Aufstand über die Barbarei, als Widerstand gegen Aggression, als Hoffnung auf Frieden. Stimmen, Harfe, Gitarre und Akkordeon der »Saitensprünge« lassen Klänge entstehen, die sich annähern, umeinander tanzen, sich miteinander verbinden und zusammenwachsen - ruhige, fast meditative Stücke, aber auch Lieder, die die Zuhörer zum Tanzen und Feiern einladen. Claus Kaiser vom Clavinum vervollständigte den Genuss für die Ohren mit seinen Weinen.

Unter den Bäumen des Waldes, die etwas können, was manchen vielleicht schwer fällt, einfach stehen bleiben und Ruhe geben - erlebten rund 80 Zuhörer eine faszinierende Welt der Klänge über Licht und Schatten, Illusion und Hoffnung, Märchen und Mythen.

Das begeisterte Feedback - sowohl des Publikums als auch der Musiker - spiegelten das eindrucksvoll wider. »Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor und sie endet nicht mit dem letzten Ton, sondern mit dem Klang der Stille danach.« Besser als Giora Feidman kann man es nicht zusammenfassen.

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