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Vorfreude auf 2022 in Steinfurth: »Im Rosenfest steckt viel Herzblut«

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Von: Harald Schuchardt

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Sophia Felver und Sascha Pfeiffer freuen sich auf das Rosenfest, das im Juli 2022 nachgeholt werden soll. © Loni Schuchardt

2022 soll das zweimal verschobene Steinfurther Rosenfest gefeiert werden. Wie erleben Rosenkönigin und Rosenkorso-Leiter die Pandemie-Zeiten? Und wie laufen die Planungen?

Bereits zweimal ist das 47. Steinfurther Rosenfest, das ursprünglich Mitte Juli 2020 stattfinden sollte, coronabedingt verschoben worden. Inzwischen sind die Planungen für das Fest, das nach aktuellem Stand im Juli nächsten Jahres gefeiert werden soll, angelaufen - und dies in einer Zeit, in der die vierte Corona-Welle für unzählige Veranstaltungsabsagen sorgt. »Wir gehen davon aus, dass im Frühjahr kommenden Jahres das Schlimmste überstanden ist und wir dann wieder feiern können«, sagt Sascha Pfeiffer, der seit 2017 Leiter des Rosenkorsos und inzwischen auch stellvertretender Vorsitzender des Festausschusses ist.

»Während gerade überall wieder Veranstaltungen abgesagt werden, planen wir bereits das größte Fest in Bad Nauheim«, sagt Pfeiffer, der schon im Alter von fünf Jahren beim Stecken der Rosen für den Turnerwagen dabei gewesen ist. »Im Rosenfest steckt viel Herzblut, nicht nur bei mir, sondern bei vielen Steinfurthern. Das Fest fördert den Zusammenhalt innerhalb, aber auch zwischen den Vereinen.« Alleine deshalb haben die beiden Absagen allen in Steinfurth »doppelt weh getan«, sagt Pfeiffer, der sich darüber freut, dass sämtliche Vereine im Ort inzwischen schon für das Fest planen, ebenso wie er und sein 15-köpfiges Korso-Team.

Gruppen werden angeschrieben

In diesen Tagen werden alle auswärtigen Gruppen, die für die ausgefallenen Umzüge zugesagt hatten, angeschrieben. »Wir hoffen, dass sie noch alle da sind und die Musikgruppen auch spielfähig sind«, sagt Pfeiffer, der zuversichtlich ins neue Jahr schaut.

Optimistisch ist auch Rosenkönigin Sophia Felver, die endlich auf ihrem Festwagen durch Steinfurth fahren möchte. Ihre Amtszeit hat sich die 19-Jährige ganz anders vorgestellt. Schon ihre für das Frühjahr vergangenen Jahres geplante Inthronisation fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Diese war für März geplant und eine der ersten Veranstaltungen, die wegen des Lockdowns abgesagt werden musste. Schließlich fand Sophia Felvers Inthronisation Ende September 2020 mit Beachtung der damals gültigen Corona-Regeln unter freiem Himmel in der Trinkkuranlage und somit erstmals nicht im Rosendorf selbst statt.

Ganze fünf repräsentative Termine seit Amtsantritt

Eigentlich wäre ihre Regentschaft im kommenden Frühjahr zu Ende gegangen und ihre Nachfolgerin inthronisiert worden. Doch ohne die Feier eines Rosenfestes kommt dies für Felver nicht infrage. »Ich hatte mich auf viele Veranstaltungen auch vor und nach dem Rosenfest gefreut«, sagt die junge Frau, die inzwischen eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau begonnen hat.

Ganze fünf repräsentative Termine hat sie in ihrer nun gut einjährigen Regentschaft wahrgenommen, darunter zwei bei Veranstaltungen der Stadt sowie die Einweihung eines Rosengartens in Frankfurt.

»Den Termin hat Manuela Dräger vermittelt, sie ist meine Mentorin«, sagt Felver. »Manuela ist so etwas wie die Rosenköniginmutter«, sagt Pfeiffer lachend beim Gespräch mit dieser Zeitung im Rosenpark von Manuela Dräger.

Umstrittene Idee zur Inthronisation

Besonders gefreut hatte sich die amtierende Rosenkönigin auf den für Mitte November geplanten »Königinnenempfang« durch Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden. Doch dieser Empfang wurde angesichts der rasant gestiegenen Inzidenzzahlen kurzfristig abgesagt. »Wir hatten alles schon geplant, vom Friseurtermin bis zur Fahrt nach Wiesbaden«, sagt Felver, die gerne auch einen Hessentag erleben würde. »Inthronisation, Rosenfest, Hessentag und Empfang, das sind die Höhepunkte für alle Rosenköniginnen«, fasst es Felver zusammen.

Die zweimalige Verschiebung des Rosenfestes führte auch zu der Überlegung, die Inthronisation der Rosenkönigin nicht mehr vier Monate vor dem Rosenfest zu veranstalten, sondern die neue Rosenkönigin im Herbst des Festjahres in ihr Amt einzuführen. »Dann wäre der Rosenkorso für die Rosenkönigin der Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss ihrer Regentschaft«, erläutert Pfeiffer. Allerdings wird diese Idee derzeit kontrovers diskutiert. Der aktuelle Fokus liegt jedoch auf den Planungen für das Rosenfest 2022. »Wenn das gelaufen ist, sehen wir weiter.«

Das Rosenfest im Jahr 2022

Das Rosenfest 2022 soll vom 15. bis 18. Juli stattfinden. »Wir planen, das Fest so durchzuführen, wie es die Besucher gewohnt sind und wie es vor der Pandemie stattgefunden hat«, teilt Sascha Pfeiffer mit. Dazu gehören unter anderem der Rosenmarkt im Ortskern, die große Rosenschau im Rosensaal und der Rosenkorso am Festsonntag. Auch der Festplatz soll im gewohnten Umfang bestückt werden. Das Festzelt soll wieder - wie beim bisher letzten Rosenfest - vom Festzeltbetrieb B. Schuhmann aus dem oberfränkischen Kasendorf betrieben werden. Pfeiffer: »Die Zusage des Festwirts liegt schon vor.«

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