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Zwischen Hexenküche und Kletterparadies

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Von: red Redaktion

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Hoch hinaus: Die Kletter-AG demonstriert, was an der schuleigenen Kletterwand möglich ist. © pv

Bad Nauheim (pm). Wie veranstaltet man einen Tag der offenen Tür in Zeiten der Pandemie? Diese Frage hat man sich an der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim gestellt. Bereits im vergangenen Jahr war man hier notgedrungen neue Wege gegangen. Herausgekommen waren unter Federführung des stellvertretenden Schulleiters Andreas Hilsbos ein umfangreiches Padlet, das zwar die persönliche Begegnung nicht ersetzen konnte, aber die ELS in allen Facetten abbilden konnte, mehrere Videokonferenzen, zu denen sich Eltern dazuschalten konnten und eine Reihe von Führungen am Nachmittag in Kleingruppen.

MINT-Fächer sind ein Schwerpunkt

Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Uta Stitterich und der Schülervertretung werden die Besucher durch zwei Fünftklässler virtuell durch das Schulgebäude geführt. Unter dem Motto »Hier spielt die Musik« wird der musikalische Schwerpunkt an der ELS vorgestel: die Orchesterklasse, die praxisorientierte Klasse und die AGs.

Auch im Bereich der Naturwissenschaften besitzt die ELS einen Schwerpunkt. Schülerinnen und Schüler, die an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) interessiert sind, werden an der ELS bestmöglich gefördert, so die Schule. Eine ausführliche Präsentation vermittele alles Wissenswerte.

Im Bereich der Sprachen stellt sich die bilinguale Klasse in einem kreativen Video selbst vor, bevor in einer Präsentation ausführlich auf das bilinguale Konzept eingegangen wird. Doch auch die übrigen Fremdsprachen kommen nicht zu kurz, das Padlet informiert auch über die zweiten Fremdsprachen Latein und Französisch und Spanisch (ab Klasse 9). In einer weiteren Kategorie stellt die ELS ihre Besonderheiten vor: die Schulskikurse der sieben Klassen oder die Mediation.

Von besonderem Interesse für Viertklässler und ihre Eltern ist die Frage, wie es nach dem Wechsel an die weiterführende Schule weitergeht. Hier wird ausführlich über den begleiteten Übergang berichtet und das erste Jahr an der ELS. Um auch persönlichen Gesprächen eine Gelegenheit zu bieten, erhielten interessierte Eltern eine Möglichkeit, sich per Videokonferenz in die ELS zu schalten und dort Fragen zu stellen und sich die Angebote der Schule erläutern zu lassen.

Unter Beachtung aller Hygienevorschriften hatten unter der Woche Kleingruppen nach vorheriger Anmeldung die Gelegenheit, die ELS doch noch einmal in einem geführten Rundgang von innen kennenzulernen. Die Besucher konnten dabei nicht nur die Räume sehen, sondern auch verschiedene AGs in Aktion erleben.

Kunstwerke aus der Kreativwerkstatt

Der Weg führte zunächst in die Hexenküche, wo die Nachwuchschemiker mit Brausetablettenraketen, Kristallen und Haushaltsartikeln im Bereich der Alltagschemie experimentierten. Von dort ging es weiter zur Schulgarten-AG, die durch den schuleigenen Teich ökologische Zusammenhänge sehr anschaulich darstellen kann. In der AG wird auch in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt, beispielsweise durch die Beobachtung von Kleinstlebewesen im Mikroskop. Mehrfach war die Gruppe auf einem Bauernhof zu Gast, was regelmäßig für große Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern sorgt.

Bei einem Besuch in der Kreativwerkstatt informierten die AG-Teilnehmer darüber, wie man mit Ton wahre Kunstwerke herstellen kann. Bei einer Stippvisite in der Übungsstunde der Bigband konnte man auch die Schulleiterin treffen, die mitmusizierte.

Speziell für die Besucher präsentierte die Orchesterklasse der Klasse 6 drei Musikstücke, die den beeindruckenden Fortschritt der jungen Musiker in nur einem Jahr zeigten. Dazu gab es Informationen zur musikalischen Förderung an der ELS mit der Orchesterklasse und der Klasse mit musikalischem Schwerpunkt.

In der Sporthalle war die Kletter-AG an der schuleigenen Kletterwand zugange. Großes Interesse fand auch die nächste Station mit einer der jüngsten AGs an der ELS, die sich mit 3D-Druck beschäftigt und den Besuchern schon einige Gegenstände präsentieren konnte, die im Unterricht hergestellt worden waren.

Schließlich endete die kurze Tour in der Mensa, wo das Thema Mittagsverpflegung und die damit verbundenen aktuellen Hygienevorschriften erörtert wurden.

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