Baustelle

L 3008: Nadelöhr wird für 52 Stunden voll gesperrt

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Das hat das Potenzial für ein Verkehrschaos: „Hessen Mobil“ will die Büdinger Straße in Bad Vilbel – die Hauptachse vom Niddertal zur B 3 – im Oktober für 52 Stunden voll sperren. Unaufschiebbare Bauarbeiten sind die Ursache.

55 Jahre alt ist sie. Und die zehntausenden von Fahrer, die sie täglich überqueren, nehmen die Nidda-Brücke auf der Büdinger Straße in Bad Vilbel dennoch kaum wahr. Mit dem Alter aber bekommt auch ein Stahlbetonbauwerk seine Zipperlein. Deshalb muss die Brücke der Landesstraße 3008 nun instand gesetzt werden. Und das werden die Autofahrer deutlich merken.

Für die Bauarbeiten wird die Brücke 52 Stunden lang gesperrt werden. Das soll vom 11. Oktober (Donnerstag) bis einschließlich 13. Oktober geschehen, kündigt Daniela Czirjak an, die Sprecherin der Straßenbehörde „Hessen Mobil“ aus Schotten. In dieser Zeit wird kein Fahrzeug mehr – und kein Fußgänger – die wichtige West-Ost-Pendlerverbindung passieren können.

Der direkte Weg zwischen den Orten des Niddertals und der Bundesstraße B 3 wird gekappt. Die Behörde sei sich „der schwierigen Verkehrssituation rund um Bad Vilbel und insbesondere auf der L 3008 bewusst“, betont Czirjaks Kollegin Cornelia Höhl. Man habe die Arbeiten eigens „für die erfahrungsgemäß verkehrsärmere Ferienzeit terminiert“. Der Samstag gehört zum letzten Herbstferien-Wochenende.

Konkret wird die Büdinger Straße zwischen Festplatzstraße und Gronauer Weg voll gesperrt sein – ein Nadelöhr. Die ersten Hinweisschilder sollen laut „Hessen Mobil“ bereits seit dem Wochenende darauf hinweisen.

Den Verkehr will die Behörde durch Bad Vilbel über die Friedberger, Kasseler und Frankfurter Straße bis zur B 521 leiten, dann an Bergen-Enkheim vorbei bis zur Kreuzung der Bundesstraße mit der L 3008 zwischen Niederdorfelden und Gronau. Der östliche Bad Vilbeler Stadtteil wie auch der Dottenfelderhof seien in dieser Zeit nur aus Richtung Osten erreichbar, betont Daniela Czirjak. Das gilt auch für die Wohngebiete Gronauer Weg / An der Lehmkaute am nordöstlichen Bad Vilbeler Ortsrand.

Ein wenig schwieriger wird die Lage, weil eine der sonst üblichen Umleitungsstrecken nicht zur Verfügung steht: die Ortsdurchfahrt von Klein-Karben ist wegen Bauarbeiten ebenfalls voll gesperrt. „Es sind ja nur zwei Tage“, hofft Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU), dass die Bad Vilbeler Sperrung ohne weitere Belastungen für die Karbener verläuft. Auch bei „Hessen Mobil“ rechnet man dadurch mit keinen zusätzlichen Problemen. Über die Umleitung via B 521 werde auch „der Umleitungsverkehr infolge der Baumaßnahme von Karben mit umgeleitet“, erläutert Cornelia Höhl. Es gibt also quasi eine Umleitung für die Umleitung. „Die vorhandene Umleitungsbeschilderung von Karben wir hierbei lediglich vorübergehend deaktiviert“, sagt Höhl.

Im Bad Vilbeler Rathaus laufen derweil schon Vorbereitungen für die Sperrung. „Die Stadtpolizei wird Schleichwege im Rahmen ihrer Möglichkeiten kontrollieren“, kündigt Stadt-Sprecher Yannick Schwander an. Besonderes Augenmerk dürften die Ordnungshüter auf die Feldwege am Gronauer und Dottenfelderhof werfen, aber auch auf jene durch die Felder zwischen der Berger Straße in Gronau und dem Friedhof Lohstraße.

Gänzlich eingestellt werden müsse der Vilbus-Verkehr der Linie 62 am 12. und 13. Oktober, erläutert Schwander. Die Linie verbindet Gronau mit der Bad Vilbeler Innenstadt im Stundentakt. Der Stadtteil bleibe aber mit Niddertalbahn weiterhin mit der Kernstadt sehr gut verbunden. Die Züge verkehren alle 30 bis 60 Minuten.

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