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Diese Videokamera hängt am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main. Für private Eigentümer von Wohnhäusern herrschen ebenfalls klare Vorgaben beim Montieren von Kameras.

Polizei rät zu Wachsamkeit

Achtung, Einbrecher haben Hochkonjunktur!

Die dunkle Jahreszeit erfreut vor allem eine Spezies: Einbrecher. Sie suchen Häuser und Wohnungen im Schutz der Dunkelheit besonders gern heim. Die Polizei rät zu erhöhter Wachsamkeit.

Eine Videoüberwachung auf Privatgrundstücken schreckt Einbrecher zwar nicht unbedingt ab, kann aber bei Ermittlungen im Nachhinein hilfreich sein, erklärt die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Wetterau. So zeichnete kürzlich eine Kamera gegen 18 Uhr auf einem Grundstück im Tannenweg in Bad Vilbel zwei Männer auf, die über einen Zaun auf das Grundstück kletterten. Einer von beiden näherte sich dem Balkon des Hauses, schreckte dann jedoch zurück, als das Licht anging. Sein Komplize stand währenddessen etwas abseits offenbar Schmiere. Einer der Männer wird als etwa 20 bis 25 Jahre alt, mit normaler Figur, heller Jacke, dunkler Hose und Handschuhen beschrieben. Die Täter begingen möglicherweise gleich vier Einbrüche an diesem Dienstagabend, die zur Anzeige gebracht wurden.

Einbrecher nutzten um fast dieselbe Uhrzeit auch die Abwesenheit von Hausbewohnern in der Vogelsbergstraße aus. Sie hebelten die Tür auf und durchsuchten das Haus, nahmen Schmuck mit. Schmuck konnten möglicherweise dieselben Täter auch in einem Reihenhaus in der Martin-Luther-Straße erbeuten. Irgendwann zwischen 8 und 19.10 Uhr hebelten sie kürzlich ein Fenster auf, durchsuchten alles. Um 19 Uhr bemerkten Hausbewohner im Eichenweg Einbruchsspuren an ihrem Wohnhaus, welches sie um 16.30 Uhr verlassen hatten. Die Einbrecher zerschlugen das Glas einer Terrassentür, auch sie ließen Schmuck von noch unbekanntem Wert mitgehen. Armbänder, Halsketten, Ringe und Bargeld ließen die Täter auch in der Berliner Straße mitgehen. Sie hebelten ein Fenster zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus auf und machten zwischen 15.30 und 17.30 Uhr reichlich Beute.

Die Polizei in Bad Vilbel, Telefon (0 61 01) 54 60-0, bittet in allen Fällen um eventuelle Zeugenhinweise. Wer hat verdächtige Personen beobachtet? Gab es Fahrzeuge die auffällig langsam umher fuhren oder an ungewöhnlichen Stellen abgestellt waren? „Jeder Hinweis kann hilfreich sein“, erklärt Sylvia Frech, Pressesprecherin der Polizei Wetterau-Friedberg.

Im Schutz der Dunkelheit fallen Einbrecher kaum auf, sie können durch Straßen und um Häuser schleichen ohne für Aufsehen zu sorgen. Sie erkennen, welche Häuser gerade verlassen sind, oder wo dank des Lichtscheins erkennbar jemand zu Hause ist. Die Polizei rät: „Wohnungs- und Hausinhaber sollten immer ihre

Anwesenheit vortäuschen

.“ Dazu gehört der geleerte Briefkasten, die nach der Leerung zurückgefahrene Mülltonne, der abends geschlossene Rollladen und die Beleuchtung im Wohnraum. Fenster sollten immer verschlossen sein und selbst im Obergeschoss nicht gekippt, Haustüren sollten stets abgeschlossen werden. Zusätzliche Türriegel, Fenster mit speziellen Sicherheitsklassen und Bewegungsmelder helfen ebenfalls.

Die Polizei berät

Viele Informationen finden sich im Internet unter . Zudem bietet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Beratungen an. Infos gibt Sylvia Jacob unter der Telefonnummer (0 60 31) 601-153. Um weitere Hinweise auf die beiden Männer bittet die Polizei in Bad Vilbel unter der Telefonnummer (0 61 01) 54 60-0.

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