Georg-Büchner-Gymnasium

Aula am GBG kann kommen!

  • Thomas Kopp
    vonThomas Kopp
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Durchbruch beim Aula-Bau am Georg-Büchner-Gymnasium! Wenn die Stadt Bad Vilbel auf alte Ansprüche aus Dortelweil verzichtet, könnte es schon bald mit dem dringend gewünschten Bau am Schulzentrum losgehen. Nur über die Urheberschaft der problemlösenden Idee gibt es unterschiedliche Meinungen.

Ein Tauschgeschäft kann den gordischen Knoten lösen, der schon seit geraumer Zeit den Bau der dringend benötigten Aula am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) verhindert. Das allerdings beruht wiederum auf einem Tauschgeschäft von vor etwa zehn Jahren.

Mit dem Bau von Dortelweil-West wurde nämlich der Schule in Alt-Dortelweil der Platz knapp. Eine Außenstelle musste her. Die wurde auch in Dortelweil-West gebaut. Dafür, dass die Stadt die dortige Regenbogenschule samt Erweiterung auf eigene Kosten erstellt hat, brachte der Kreis als Beitrag die Übertragung des Schul-Grundstücks in Alt-Dortelweil ein. Das gehörte vor der Schulreform der Stadt, ging dann aber an den Kreis über. Das Grundstück sollte zurück an die Stadt fallen, spätestens, wenn die Schule in Alt-Dortelweil geschlossen wird. Der Anspruch darauf besteht für die Stadt allerdings schon seit etwa zwei Jahren.

Nun also soll der Anspruch auf Rückübertragung gestrichen werden. Denn der geschätzte Grundstückswert deckt sich etwa mit dem Bau der Aula. „Die von Kreis und Stadt gewünschte Realisierung der Aula kann gemeinsam finanziert werden, ohne dass die Stadt den Haushalt, der noch nicht genehmigt ist, belasten muss“, kündigt Landrat Joachim Arnold (SPD) an.

Bedingung wäre der Verzicht auf Rückübertragung in Alt-Dortelweil. Verzichte die Stadt auf ihr Recht, würde sie nach der erfolgten Schließung der Schule nachträglich den städtischen Zuschuss für die Aula erbringen.

Dass der Vorschlag unabhängig davon ist, wie lange noch die alte Dortelweiler Schule für Unterrichtszwecke benötigt wird und ohne dass das zugunsten der Stadt eingetragene Erbbaurecht für die Schulturnhalle in diesen Handel einbezogen werden müsse, mache ihn besonders attraktiv. „Die Stadt muss auf diesem Weg kein Geld in die Hand nehmen und braucht dafür keinen genehmigten Haushalt“, ist Arnold von der Offerte überzeugt und ergänzt: „Alle können so gemeinsam, zielorientiert und flexibel die Realisierung der Aula voranbringen.“

Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) zeigt sich erfreut, aber auch irritiert. „Diesen Aula-Bau hatte ich im Sinne der Schulgemeinde stets befürwortet und gefordert. Allerdings ist das nun vom Landrat präsentierte Angebot nicht neu, sondern entspricht exakt dem Modell, das Stadtrat Klaus Minkel und ich den Vertretern des Wetteraukreises in einem offiziellen Gespräch am 18. Mai vorgeschlagen haben.“ Bei diesem Gespräch waren neben dem Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Betschel (Grüne) auch alle Koalitionsparteien des Kreistages sowie der Stadtverordnetenversammlung und Vertreter aus der Verwaltung anwesend.

Damals schon hätten die Magistratsvertreter bereits an den bestehenden Rückübertragungsanspruch der Stadt im Hinblick auf das alte Schulgebäude in Dortelweil erinnert. Im Gegenzug zum damaligen Finanzierungsmodell hätten es die Bad Vilbeler Vertreter „nur als fair vorgeschlagen, wenn dies nun beim Aula-Bau am Georg-Büchner-Gymnasium ebenfalls als Mitfinanzierungsanteil akzeptiert werde“.

Betschel und die Vertreter des Kreises hätten daraufhin um Zeit für eine Prüfung gebeten. Und um Stillschweigen. Nun sei der Kreis selbst in die Offensive gegangen. „Indem der Landrat sich nun diesen Bad Vilbeler Vorschlag zu eigen macht, dürfte dem Bau der Aula nichts mehr im Wege stehe. Nun ist noch zu fordern, dass sich der Wetteraukreis auch zügig um die Umsetzung des Aula-Baus kümmert und möglichst noch in diesem Jahr in die Realisierungsphase einsteigt.“

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