Finger aus dem Gesicht

Unternehmer aus Bad Vilbel kämpft mit spannender Idee gegen Corona

  • Valerie Eiseler
    vonValerie Eiseler
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Ein Schal gegen das Coronavirus? So funktioniert die Idee eines Bad Vilbeler Unternehmens. 

  • Um einer Corona-Infektion* vorzubeugen, soll man sich möglichst nicht ins Gesicht fassen - die meisten tun es trotzdem
  • Ein Unternehmer aus Bad Vilbel möchte mit dem „Korona-Schal“ helfen
  • Das Projekt wird über Crowdfunding gefördert

Bad Vilbel - Kleine Unternehmen haben es in der Corona-Krise besonders schwer. Vielen brechen Kundschaft, Aufträge und Veranstaltungen weg. Darunter auch die kleine Promotionsagentur von Reinhard Müller aus Bad Vilbel.

„Wie so viele sind auch wir von der Situation überrascht worden“, sagt Müller. Als klar wurde, dass die Geschäfte nicht mehr weiter laufen würde stand er vor zwei Optionen. Entweder auszuharren oder versuchen das Unternehmen aus Bad Vilbel durch die Corona-Krise zu schaukeln und dabei auch einen Beitrag zu leisten.

Corona-Infektion vorbeugen: Schal aus Bad Vilbel soll helfen

Nach zahlreichen Brainstorming-Etappen ist das Team ausBad Vilbel dann bei einem zentralen Problem des Alltags hängen geblieben: dem Drang sich ins Gesicht zu fassen. 

Denn trotz aller Vorsicht fassen Menschen sich unzählige Male am Tag unbemerkt ins Gesicht. Durch Handschuhe gehe dieser Instinkt ja nicht weg, bemerkt Reinhard Müller. Im Zweifel fasse man sich dann mit dem dreckigen Handschuh ins Gesicht. Auch immer mehr Experten warnen vor dem Risiko Handschuhe zur Infektionsprävention zu tragen. Denn die glatte Kunststoff-Oberfläche der Handschuhe gibt viel mehr Bakterien und Viren aller Art an die Umwelt ab, als die eigene Haut. 

Schal aus Bad Vilbel statt Handschuhe: Produktideen in der Corona-Krise

Wer noch dazu Mundschutz trage, neige so der Unternehmer aus Bad Vilbel, womöglich noch mehr dazu sich ins Gesicht zu fassen, da die Maske oft nicht richtig sitze oder an der Haut jucke. Um sich also trotz Corona-Pandemie auch mal an der Nase kratzen zu können hat Müller mit seinem Unternehmen einen Schal entwickelt: den Korona-Schal. 

Dieser Schal ist ein schmaler Streifen aus atmungsaktivem Mikrofasermaterial - ähnlich zu Sportkleidung - und wird wie eine Stola um den Hals gelegt. An den Enden des Schals ist jeweils eine Tasche angebracht, groß genug für eine Hand. 

Ein Schal gegen das Coronavirus? So soll die Idee aus Bad Vilbel funktionieren

Im Gebrauch soll die Idee aus Bad Vilbel so funktionieren. Im Alltag trägt man den Schal locker um den Hals. Für den Fall, dass man sich im Bus festhalten oder einen Einkaufswagen schieben muss, führt man eine oder beide Hände in die Taschen ein und berührt die Oberflächen nur mit dem Stoff. So soll die Hautoberfläche der Hände schön keimfrei bleiben und damit das Risiko einer Corona-Infektion beim Nasekratzen sinken. 

Noch existiert der „Korona-Schal“ aus Bad Vilbel lediglich als Prototyp. Aber Müller hofft mit einer Crowdfunding-Kampagne* genug Interessenten für den Schal zu finden, um in die große Produktion zu starten.

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Corona als Chance nutzen, um mit vorhandenen Produktionsmöglichkeiten einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten: Das hatte sich die Firma Ehmann aus Mainhausen zum Ziel gesetzt.

Rubriklistenbild: © Reinhard Müller

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