Tanzshow

Von Hip Hop bis Ballett: Bühne frei für elegante Bewegungen

Am Samstag präsentierten die Tänzerinnen und Tänzer des SV Fun-Ball Dortelweil zum sechsten Mal, was in einem Jahr Übungszeit auf die Tanzbeine gestellt werden kann. Präsentiert wurden am Nachmittag und am Abend zwei Shows mit etwas unterschiedlichem Programm.

In insgesamt 23 Gruppen traten etwa 260 Tänzer und Tänzerinnen aus Bad Vilbel und Umgebung in spektakulären Shows auf, die das Publikum sichtlich mitrissen. Alle Blicke der Gäste waren von Beginn an auf die professionell ausgeleuchtete Bühne gerichtet. Zwischen den Stühlen tanzten im ganzen Saal kleine Kinder fröhlich mit. Die Tanzstile reichten von Hip Hop und Breakdance bis Ballett und nahezu jede Altersklasse war vertreten. Die Teilnehmer waren zwischen sechs und 60 Jahren alt, die Überleitungen zwischen den verschiedenen Auftritten, Stilen und kurze Erklärungen zu den Intuitionen der Choreographien, bot eine humorvolle Moderation.

Selbst die kleinen Ballett-Schülerinnen und Schüler brachten beeindruckende Leistungen auf die Bühne, auch ohne die vielen Jahre Tanzerfahrung, welche die älteren Gruppen bereits vorweisen können. Besonders auffallend war bei den Kindern, dass kleine Fehler in einer beeindruckenden Professionalität kompensiert wurden, so dass der Auftritt im Ganzen auch in dieser Altersklasse nie ins Wanken kam. Alle Gruppen hatten bereits seit Sommer des vergangenen Jahres für diesen Abend geprobt, viele Auftritte setzten sich aus mehreren Choreographien zu verschiedenen Liedern zusammen. Bis alles perfekt sitzt, braucht es viel Zeit und Disziplin.

Zwischen Kindern und Jugendlichen taucht auch immer wieder eine Überraschung auf. So zum Beispiel die Formation Ladykracher, deren Tänzerinnen sich eher der Elterngeneration zurechnen lässt. Aber in Sachen Dynamik und Bewegungsfreude den Jüngeren ins nichts nachstanden. Tanzabteilungsleiterin Yasmin Stroh betont dazu später, dass beim Funball jeder, der Lust zum Tanzen hat, willkommen ist. Wie es in jedem Sport der Fall sein sollte, tanzen die Vereinsmitglieder aus Spaß an der Bewegung selbst.

In einigen Gruppen waren auch immer wieder männliche Tänzer Teil der Gruppe, was für ein erfrischendes Bild auf der Bühne sorgte und vielen Auftritten einen eigenen Charakter gab. Showtanz ist also längst nicht mehr nur eine Domäne von Mädchen, bestätigt die Trainerin und Tänzerin, auch wenn er nach wie vor von Frauen dominiert wird. Stroh selbst ist seit ihrem siebten Lebensjahr Mitglied beim Funball Dortelweil, etwa zwölf Jahre davon sind in ihre Tanzkarriere geflossen.

In ihrer Tanzgruppe, den Missys, die das Aushängeschild des Vereins darstellt, gibt es vor Auftritten eigentlich kein Lampenfieber mehr, sagt sie. „Wir freuen uns mittlerweile einfach auf die Auftritte!“, sagt sie. Ein Luxus, den Wohl die Erfahrung mit sich bringt. Mit jungen 21 Jahren stellt sie jetzt, zusammen mit ihrer Vertretung Selina Braune, die Abteilungsleitung dar. Sonja Straußberger aus der Geschäftsstelle des Vereins, die die Leitung vorher innehatte, bereut die Übergabe an die nächste Generation keineswegs. Für Rat und Organisation stand sie während der Vorbereitung zur großen Veranstaltung stets bereit.

Hilfe leisteten auch etliche andere. Danksagungen zum Ende wurden von Moderator Thomas Braune dann auch reichlich ausgesprochen, denn schon allein die Technik für diesen Abend forderte viele Arbeitskräfte. Beflügelt wie nach einem Kinobesuch zu Flashdance-Zeiten verließen die zahlreichen Besucher am Samstag zweimal das Kulturforum und auch den Akteuren war am Ende der Veranstaltung Erleichterung und stolz deutlich anzusehen.

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