Naturfreunde laden zu Ferienspielen

Basteln und Spielen im Grünen

  • vonDieter Deul
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Viel Spaß in und mit der Natur bieten die Naturfreunde noch bis heute bei ihren Ferienspielen. Vom Besuch im Bauernhof und beim Keltenfürsten bis zum Klettern, Basteln und Erkunden des Stadtwaldes gibt es ein volles Programm. Und das kostenlos, denn die Aktivitäten werden noch bis nächstes Jahr durch das Bündnis „Kultur macht stark“ gesponsert.

So hoch hinaus ist Mathis (8) noch nie geklettert. Sorgfältig tastet er sich am Ritterweiherspielplatz einen Baumstamm hoch bis auf neun Meter Höhe. Angst? „Nein – ich weiß ja, dass mir nichts passiert“, meint er entspannt. Schließlich kümmern sich drei erfahrene Kletterer um die angeseilten Kinder: Manuel Maas, Werner Battenhausen und Klaus Arabin, der eine Bergsteigerlizenz hat und eine Naturfreunde-Familienfreizeit in den Alpen leitete mit Teilnehmern von zwei bis 62 Jahren.

Der andere Teil der 16 Ferienspielkinder bastelt im Naturfreundehaus im Hexenloch Kunstwerke, angeleitet von Gerda Schievelbusch – frei nach Picasso, der seinen Kindern keine Spielzeuge geschenkt habe, sondern sie anregte, selbst welche zu basteln. So entstehen bunte Bilder und auch ein aus Holzstöckchen und Pappteller als Gesicht gebasteltes Lamm.

Schweinefutter kosten

Die Tiere haben es den Ferienspielkindern angetan. Nicht nur Carlo (9), auch Mathis und den anderen hat der Ausflug zum Bio-Hof Buchwald in Nidderau am besten gefallen. „Da konnte man Bullen füttern und streicheln“, erzählt Carlo, und abends seien auch noch junge Ferkel hinzugekommen. Die Kinder durften deren Stall mit Stroh auslegen. „Und wir durften Schweinefutter essen“, erinnert er sich. Die Mais-Sillage habe „wie Müsli“ geschmeckt, „aber salzig und es hat zwischen den Zähnen geklebt“.

Allessio (11) fand das Essen gut, das übrigens vom „Kultur macht stark“-Partner Arbeiterwohlfahrt (Awo) stets frisch gekocht wird: Pizza, Würstchen, Gemüsebratlinge. Auch die Fahrt mit dem Stockheimer Lieschen zum Naturfreundehaus am Glauberg fand er reizvoll – unterwegs waren Störche und Rehe zu entdecken. Doch auch rund um das Waldgrundstück gibt es viel zu entdecken und Platz zum Spielen. Vier Betreuer sind bei der Gruppe, am Basteln der Kunstwerke beteiligt sich ein Vater. Geleitet wird das Ferienangebot von Diplom-Biologin Stefanie Lehrian. Manche Kinder wurden vom Kinderschutzbund, einem Kooperationspartner, empfohlen.

Sponsoren gesucht

Auch nach den Ferien ist im Hexenloch viel los, gerade wird die vierte Jugendgruppe gegründet. Interessenten können sich bei Rainer Gilbert melden, Telefon (0 61 01) 8 88 87. Bis 2016 sind die Ferienspiele – die nächsten im Herbst vom 19. bis 24. Oktober – noch durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gesichert – danach müssen neue Sponsoren gesucht werden.

Nächstes Event im Hexenloch ist am Sonntag, 20. September, das Kelterfest.

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